Space Drop Bewertung | TheSixthAxis

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Space Drop: Wenn die Schwerelosigkeit zur Schlaffheit wird

Stellen Sie sich vor, Sie springen in einen Warp-Tunnel – das Raumschiff schnalzt durch die Zeit und den Raum, während Sie mit voller Geschwindigkeit auf eine Wand aus Asteroiden zusteuern. Ihre Hände sind mit Raketen ausgestattet, und die Finger zucken am Abzug; die Adrenalinschübe bringen Sie näher an die Kante des Nervenkitzels. Ein solches spektakuläres Szenario könnte Ihnen am Fernseher, als leidenschaftlichem Zuschauer oder gar als Verfechter des neuen Sports „Space Drop“ einiges an Aufregung versprechen. Doch die Realität, so viel sei gesagt, zeigt ein sehr anderes Bild als die aufregenden Versprechungen.

Von Reiz überfordert – der erste Eindruck

Gleich zu Beginn wird klar: Space Drop, das vermeintlich atemberaubende VR-Erlebnis, hat ein überraschendes Talent, die Brillanz des Konzepts in einen langatmigen und repetitiven Ablauf zu verwandeln. Wer sich auf die Schienen der einfachsten Schwierigkeitsstufe begibt, wird unterfordert und gelangweilt zurückbleiben. Der „Harsh Mode“ hingegen – die dritte von vier Schwierigkeitsstufen – könnte noch als erfrischender Einstieg gelten, auch wenn man sich fragt, ob „Herausforderung“ nicht auch ohne Frustration funktionieren könnte. Und dann ist da noch „Ultra“, die Königsklasse des Frusts. Hier wird Trial and Error zur einzigen Überlebensstrategie. Wer braucht schon Flow-Zustände, wenn man mit Kopfschmerzen gegen Wandläufer kämpft?

Monotonie im All

Die gravierendste Enttäuschung? Die Hindernisse bleiben trotz unterschiedlich vieler Gegenstände die gleichen. Asteroiden, drehende Laser, Laser-Gitter – ein eindrucksvolles Effekte-Arsenal, doch schnell wird es klar: Dies führt in einen monotonen Zyklus. Nach nur wenigen Runden hat man alles gesehen. Der erste Hochgefühl-Moment, wenn man lernt, elegant durch die Hürden zu navigieren und sie zu eliminieren, weicht bald der ernüchternden Erkenntnis, dass das Spiel mehr als bloß variierende Formationen nicht zu bieten hat.

Ein Blick auf die Grafik, besonders die Planeten und Asteroiden, lässt kurzweilig Staunen aufkommen. Aber wie oft kann man im Spiel stehen bleiben und wie lange können diese visuellen Leckerbissen halten, bevor ein größerer Asteroid Ihr sicheres Vorankommen stoppt? Man fragt sich, ob die Texter des Spiels Verträge mit den minimalistischen Musikkünstlern hatten: Die Sounduntermalung könnte genauso gut aus dem Hintergrund einer Sci-Fi App für Mobiltelefone stammen. Hier ist wenig, was wirklich im Ohr bleibt.

Steuerungsoptionen und Raum für Verbesserung

Die Steuerung hingegen ist etwas, das die Entwickler gut umgesetzt haben. Zwei Systeme stehen zur Auswahl – eines, das ständig einen Knopf gedrückt hält, und eines, das weniger Belastung für daumenkräfte bringt. Im Hinblick darauf, dass VR-Gamer nicht mit Krämpfen in den Händen enden möchten, bleibt die zweite Option überlegen. Bewegung hingegen ist präzise genug, um durch Laser zu schlüpfen und rasch über das Spielfeld zu fliegen.

Blaster und Geschütze scheinen die Hauptattraktionen zu sein, aber wirklich fesseln sie nicht. Die Absicht ist klar, die Ausführung bleibt jedoch mittelmäßig. Die abschreckenden Laser-Ziele des Spiels machen selbst das Zielen zu einer Farce – jeder Versuch, es ein wenig herausfordernder zu gestalten, wird durch das Abschalten der Zielvorrichtungen zunichtegemacht.

Gedanken über die Zukunft von Space Drop

Auf den ersten Blick scheint Space Drop eine brillante Idee zu sein – ein virtueller Wettkampf, der in der Weite des Weltraums stattfindet. Doch die starren Mechaniken und die repetitiven Gameplay-Schleifen werfen einen schweren Schatten auf das Potenzial. „Jede der wenigen fruchtbaren Spielminuten wird zu einem Grau-in-Grau von Erlebnissen, die durch Szenerien von Wiederholung abgeschwächt werden“, könnte man sagen.

Obwohl die Idee, die surrealen Weiten des Alls zu erkunden und dabei zugleich in Gefahr zu geraten, der Traum jedes Sci-Fi-Fans ist, bleibt die Ausführung eher eine monotone Schlaftablette als ein aufregendes Spektakel. Die Roboter-Future mag in der Theorie verführerisch sein, doch in der Praxis stellt sich heraus, dass der Nervenkitzel, den wir suchen, wirklich etwas mehr als nur Kopfschmerzen und Wiederholungen erfordert. Dieses Spiel legt eine neue Frage auf – ist die Zukunft der Virtuellen Realität eine eintönige Achterbahnfahrt oder gibt es noch Hoffnung auf Weiterentwicklung?

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