Shadow Labyrinth Bewertung | TheSixthAxis

Shadow Labyrinth Review Hero 500

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Shadow Labyrinth: Ein mutiger, aber missratener Schritt in neuen Dimensionen

Es ist eine risikobehaftete Unternehmung, eine altehrwürdige Franchise neu zu interpretieren. Bandai Namco hat sich entschieden, das hochgeschätzte Erbe von Pac-Man um eine Metroidvania-Komponente zu erweitern—eine Kombination, die sowohl das Potenzial für Innovation als auch das Risiko für Enttäuschung birgt. „Shadow Labyrinth“ feiert das 45-jährige Bestehen des kultigen Charakters, doch der Spaß bleibt auf der Strecke, während die Spieler durch uninspirierte Level und eine stockende Handlung navigieren.

Der Einstieg in das Spiel ist vielversprechend: Ein epischer galaktischer Krieg entfaltet sich, während Raumschiffe in Stücke gerissen werden—und unser Held, Puck (ursprünglich als Puck-Man bekannt), findet sich auf dem feindlichen Planeten wieder. Es ist eine interessante Prämisse, die den kleinen gelben Ball ins Militärische schickt und ein breites Spektrum von Bandai Namco-Charakteren einführt. Aber wo diese anscheinend fruchtbaren Ideen uns in einen neuen Gaming-Kosmos entführen sollten, zeigt sich bald, dass der Raum unbesiedelt und die Verbindungen dünn sind.

Das Gameplay: Monster und Schweigen

Als Swordsman No.8 kämpft der Spieler gegen Gegner und vertrauen auf eine Kombination aus Schwertkampf und dem Aufruf des Mechs GAIA, der in kritischen Momenten helfen soll. Die Vorstellung, in einem Slalom aus Feinden und Hindernissen zu bestehen, könnte fesselnd sein, doch die Realität erweist sich schnell als extrem monoton. Die Progression ist quälend langsam; während Stunden vergehen, ohne dass nennenswerte neue Fähigkeiten oder dynamische Kampfelemente freigeschaltet werden, schleicht sich Langeweile ins Spielerlebnis.

Die Kombos und Angriffe des Swordsman No.8 vermögen kaum zu fesseln, da sie bald repetitiv werden. Selbst die Begegnungen mit neuen Gegnern haben oft das Gefühl einer Wiederholung von Geschehenem—aufgefüllte Reskins, die den Drang, Entdeckung und Variation zu finden, ersticken. Und so drängt sich unwillkürlich die Frage auf: Wo bleibt die Kreativität, die in einem Metroidvania-Setting unabdingbar ist?

Das Labyrinth der Möglichkeiten

Ein weiteres elementares Problem ist die Gestaltung der Karte. Ein Metroidvania lebt von erforschbaren Räumen, doch die Level-Layouts in „Shadow Labyrinth“ sind oft verwirrend und tragen nichts zur Spielerfahrung bei. Riesenleere Räume sind ebenso zu finden wie verschlungenen Pfade, die mehr Frustration als Freude kosten. Der visuelle Stil—anfänglich ansprechend—verblasst schnell in einem Buffet nachgeschmackloser Hintergründe, die ein Gefühl von Monotonie hervorrufen.

Die Plattform-Elemente hingegen sind durchwachsen. Wenn Puck auf den Schienen entlangfährt, könnte die Mechanik elegant und dynamisch sein. Stattdessen tragen die oft hakeligen Sprünge zu einem Gefühl der Ungenauigkeit bei, besonders in zeitkritischen Abschnitten, die mehr an das klassische Pac-Man erinnern. Hier erfordert jeder Schritt absolute Präzision, und ein kleiner Fehler führt unweigerlich zu Frustration, da die Zeit abläuft.

Speichern, Checken & Schreien

Wenn der Unausweichliche eintritt und No.8 das Handtuch wirft, können die Spieler zwischen Savepoints und Checkpoints entscheiden. Dabei wird man von einem frustrierenden System der Wiederbelebung überrascht. Entweder geht es für Stunden zurück oder man bleibt in einer schrecklichen Warteschleife verhaftet, während man sich fragt, warum so viele Spiele die Kunst des geschickten Speicherns vergessen haben.

Die Entscheidung, verschiedene Charaktere und universelle Verbindungen in diese Erzählung einzubinden, hätte das Ganze auf ein emotionales Level heben können. Stattdessen bleiben Puck und No.8 blass; Letzterer als stiller Begleiter ohne eigenen Charakter, während die seltenen Auftritte anderer Figuren wenig echtes Gewicht tragen.

Fazit: Ein lichtes Labyrinth?

„Shadow Labyrinth“ zeigt auf eindringliche Weise, wie eine mutige Idee, die auf den Schultern einer Ikone ruht, jedoch in der Ausführung versagen kann. Der ganz eigene Charme von Pac-Man scheint verloren in einem Spiel, das mehr hätte sein können. Das Potenzial war da, ebenso wie die Möglichkeit zu wachsen; es braucht jedoch den Mut, unkonventionell zu denken und tilgungswürdig zu werden. In der Lethargie der Wiederholung stellt sich die Frage: Was wird aus der nächsten Iteration? Bleibt Bandai Namco einmal mehr mutig oder greift man auf Bewährtes zurück?

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