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Nicktoons & The Dice of Destiny: Ein zauberhaftes, aber abgespecktes Abenteuer
Stellen Sie sich vor: Timmy Turner aus den „Fairy OddParents“ schwingt seinen Zauberstab, während SpongeBob Schwammkopf in schimmernder Rüstung auf einem Drachen reitet. Auf den ersten Blick klingt das wie die perfekte Mischung aus kindlicher Fantasie und nostalgischer Erinnerung – ein Abenteuer, das unsere liebsten Nickelodeon-Charaktere in eine Welt voller Magie und Gefahren bringt. Doch hinter dieser vielversprechenden Kulisse verbirgt sich ein Spiel, das durchaus gemischte Reaktionen hervorrufen könnte.
In „Nicktoons & The Dice of Destiny“ hegt Timmy den Wunsch, in die Welt eines seiner Lieblingsspiele transportiert zu werden. Doch wie so oft in der Welt des Kindermärchens geht dieser Wunsch schief und katapultiert nicht nur ihn, sondern auch ikonische Charaktere aus verschiedenen Nickelodeon-Serien in ein chaotisches Abenteuer. So begegnen wir Katara aus „Avatar: The Last Airbender“, während wir durch Levels streifen, die visuell von den verschiedenen IPs inspiriert sind. Doch das, was auf dem Papier aufregend klingt, entpuppt sich in der Praxis als eher bescheidenes Action-RPG.
Das Spiel ist im isometrischen Stil gehalten und bietet eine bunte, wenn auch merkwürdig entleuchtete Grafik. Katara sieht aus, als hätte sie eine Woche im Kühlschrank verbracht, und die Charaktermodelle wirken seltsam blass im Vergleich zur lebhaften Umgebung. Da hilft es nicht, dass die Umgebungen in der Regel schick und detailreich sind. Man fragt sich, wie man den Farbenpracht der Nickelodeon-Welt gerecht werden kann und es dabei dennoch zu so einer unglücklichen Farbpalette kommt.
Zwischen den Abenteuern kehren wir in den sogenannten „The Tangle“-Hub zurück, ein Ort voller Geschäfte, Nebenquests und des immerwährenden Versprechens, den perfekten Charakter für den eigenen Spielstil zu finden. Hier stehen Timmy als Zauberer, SpongeBob als Ritter und diverse andere Charaktere mit ihren eigenen Rollen wie Schurke, Barbar und Heiler zur Verfügung. Während Multiplayermissionen in Gruppen sicherlich ihren Reiz haben, zeigt sich, dass Einzelspieler das Spiel besser mit einer einzigen Charakterwahl erleben – ich blieb bei Timmy dank seiner Reichweite und Fähigkeit, mehrere Feinde auf einmal zu zielen.
Doch trotz der verschiedenen Klassen und Möglichkeiten, die Charakterfähigkeiten zu kombinieren, kämpfen Spieler gegen die Monotonie der grundlegenden Angriffe. Es gibt zwar spezielle Fähigkeiten, um mächtigeren Gegnern entgegenzutreten, doch oft bedeuten die Kämpfe, die gleichen Tastenkombinationen immer wieder zu nutzen. Die Loot-Spiele, die durch Kisten, Herausforderungen und Geschäfte angeboten werden, versprechen zwar eine Vielzahl von Ausrüstungsteilen, machen sich aber schnell wiederholen – ein Problem, das viele Rollenspiele plagt.
Die Levels selbst sind im Großen und Ganzen linear strukturiert; die Mehrrouten sind rar, und nur selten gibt es knifflige Portale, die es zu meistern gilt, um weiterzukommen. Während die Gestaltung der Schauplätze inspirierend ist und die Essenz der Nickelodeon-Serien einfängt, bleibt der Gameplay-Rhythmus oft unbefriedigend. Man hat das Gefühl, dass lückenhafte Inspiration aus den geliebten Shows nicht den spielerischen Gehalt rettet. Dies ist kein kreatives Terra Nova, sondern eher ein nostalgischer Rundgang auf gewohnten Pfaden.
Die Story selbst ist zwar unterhaltsam und enthält viele humorvolle Anspielungen auf die Originalserien – wie ein gut gemeinter Witz im Schulhof – doch sie bieten wenig mehr als leichter Kost. Die Leistung des Spiels auf der Switch lässt zudem zu wünschen übrig; gerade technische Probleme und ruckelnde Cutscenes stören das Spielerlebnis, statt es zu fördern. Man kann sich nur fragen, wie sehr das Funkeln dieser lebhaften Welt durch einen Mangel an Feinschliff gemindert wird.
In der Summe bietet „Nicktoons & The Dice of Destiny“ den Charme, die Kindheitserinnerung lebendig zu halten, doch die Leichtigkeit im Gameplay lässt vermuten, dass dies in erster Linie ein Spiel für ein jüngeres Publikum ist – einfach zu verstehen, aber mit wenig Tiefe. Vielleicht ist es das, was wir von Nickelodeon erwarten: einfache Ablenkungen, die mit einem Lächeln auf den Lippen konsumiert werden können, ohne über die Substanz nachzudenken. Doch in einer Zeit, in der die Spielelandschaft immer vielfältiger und herausfordernder wird, bleibt der Zauber des „Wünsch dir was“ oft nur ein flüchtiger Segen, während wir auf die nächsten Abenteuer unserer altbekannten Freunde warten.
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