LEGO Voyagers Rezension – digitalchumps

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LEGO Voyagers: Die charmante Erkundung zweier kleiner Blöcke in der großen Welt

Nehmen wir an, du sitzt eines Abends auf deiner Couch – allein. Draußen pfeifen die Winde, während drinnen die lodernden Flammen des Kaminfeuers die kühle Dunkelheit vertreiben. Es ist der perfekte Moment, um in die farbenfrohe und doch melancholische Welt von LEGO Voyagers einzutauchen. Du nimmst die zwei DualSense-Controller zur Hand, loggst dich ein und begibst dich auf eine Reise, die für einen oder besser gesagt zwei Spieler gedacht ist. Doch warum nicht den Selbstversuch wagen?

Eingekuschelt in deine Decke mit einem Controller für dich und den anderen für einen imaginären Begleiter, beginnst du das Abenteuer. Rot und Blau – zwei kleine LEGO-Figuren mit einem Auge und einem riesigen Persönlichkeitsvorrat – werden zu deinen Begleitern. Die ersten Momente sind von chaotischen Bewegungen geprägt, als du versuchst, die beiden Blöcke synchron über die Bildschirme zu lenken. „Wir könnten es einfacher haben“, flüstert dein innerer Spielleiter, als du schließlich entdeckst, dass das Verlinken der beiden Figuren die Navigation effizienter gestalten kann. Plötzlich wird der Chaos der Bewegungen zu einem zusammenhängenden Streben.

Gerade diese unterschiedlichen Zugänge zum Gameplay machen den Reiz von LEGO Voyagers aus. In den ersten Minuten gerätst du unweigerlich in die Falle des „Must-Have“-Kooperationsspielens. Doch in Wahrheit wird dir schnell klar, dass diese kleinen Steine nicht nur für den Mannschaftsgeist stehen, sondern auch für eine tiefe, persönliche Reise. Während du mit zwei Controllern jonglierst, ist der Gedanke, als Einzelgänger durch die Welt zu huschen, wohl eher eine kurvenreiche Entdeckungstour, als ein verzweifelter Versuch, die Rätsel zu lösen.

Der Mix aus Vergangenheit, Nostalgie und einer Prise Hi-Tech-Magie wird umso greifbarer, je weiter du in die Erzählung eintauchst: Eine somberne, fast melancholische Geschichte, die an die Wurzeln des Spielens im Kindesalter erinnert. Immer wieder fragt man sich: Was wäre passiert, wenn man zusammen zurück auf die Erkundungstour gehen würde? Doch alleine wird jede Passagen zur intensiven Innensicht. Es ist, als würde man auf den Wellen der Kindheit surfen, was seinerseits diese persönliche Interpretation zu einer stillen Reflexion darüber macht, was es bedeutet, als Team zu spielen.

Die Entwickler von Light Brick Studios haben mit LEGO Voyagers eine Welt geschaffen, die nicht auf den typischen Blockbuster-Standards beruht. Es ist kein LEGO-Spiel basierend auf einem Film, das mit Slapstick-Humor gespickt ist. Nein, hier stehen zwei Nachbarn, die den Mut haben, ihre Träume von Cozmic Adventures zu verfolgen. Die Reise der beiden Steine und der starke Fokus auf die Zusammenarbeit sind das Herzstück dieses einzigartigen Musters. Die Narben der Isolation im Einzelspieler-Modus könnten hindern, aber bereichern die emotionale Tiefe und persönliche Entfaltung.

Und während du versuchst, diese kleinen LEGO-Figuren über Brücken zu navigieren oder sie durch Labyrinthe voller Rätsel zu lenken, ist immer wieder der nötige Hauch von Humor und Selbstironie zu spüren. Die Herausforderungen, die das Spiel präsentiert, scheinen in diesem Rahmen fast spielerisch; ihre Lösungen schlüpfen so leichtfüßig ins Spiel, dass man kaum bemerkt, wie viel Interaktion nötig ist, um gemeinsam kreativ zu sein.

Die Levels erinnern an einen magischen Kindergarten, in dem du nicht nur ins Spiel eintauchst, sondern deine eigenen Fantasien ausleben darfst. Licht Brick Studios hat nicht zurückgeschreckt, dem Spieler nie zu sagen, was als Nächstes kommt, sondern ihnen Raum zur freien Entfaltung zu geben. Vor allem für einen Spieler – in meinem Fall – ergab sich eine Art meditatives Ausbrechen.

Eine klärende Reflexion über einen Raum, den man wunderbar in einem persönlichen Licht betrachten kann. Man findet sich selbst im Spiel, ganz gleich ob du einen lebhaften Partner an deiner Seite hast oder über den Bildschirm hinweg zuschaut, während einer die Aktivitäten steuert.

Mit der Musik, die dich sanft begleitet und die besinnliche Atmosphäre untermalt, wird schnell deutlich, dass LEGO Voyagers kein rasantes Abenteuer ist. Vielmehr ist es ein Bestreben, diese Teamdynamik zu feiern. Das Gefühl, die eleganten Puzzles als gemeinsames Werk zu bauen, verschmelzen mit der Freude, die Welt zu erkunden. Diese kleinen Blöcke sind Teil der gleichen Erzählung – die Verbindung ist der Schlüssel.

Egal, ob du das Spiel alleine genug genießen kannst oder auf die Aufregung einer Partnererfahrung wartest – das Potenzial für Freude ist unendlich. Ja, es gibt Momente, in denen du das Gefühl hast, die Einzelspieler-Erfahrung würde an ihre Grenzen stoßen, vor allem wenn es darum geht, hartnäckige Rätsel zu lösen. Aber die Erkundung und die charmanten, reduzierten Interaktionen sind das wahre Herz des Spiels.

Wenn du regelmäßig in die Welt von LEGO Voyagers eintauchst, wird ein Wissen vertieft, dass vielleicht nicht jeder auf den ersten Blick erkennen kann. Doch für die, die bereit sind, es zu erleben, wartet eine Erzählung, die so filigran ist wie die Bausteine, auf denen sie aufbaut – eine stete Freude an der Entdeckung.

Ein Aufbruch in eine nostalgische Kindheitsharmonie erwartet dich, während hinter den kleinen Figuren Rot und Blau eine viel größere Erzählung von Zusammenhalt und Entdeckung ragt – auf zwei Wegen, die sich manchmal kreuzen und manchmal auch nicht. Und während du auf diesen Wegen wanderst, kommt der Gedanke: Was hält die nächste Reise bereit?

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