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Destiny 2: The Edge of Fate – Zwischen Metroid und Metastasen
Es sind nun über einen Monat vergangen, seit Bungies neueste Erweiterung „The Edge of Fate“ für Destiny 2 veröffentlicht wurde. Die Berichterstattung darüber blieb weitgehend im Schatten, und das nicht ohne Grund: Kaum ein Tester erhielt ein Review-Kit, und selbst die Stimmen auf Plattformen wie Metacritic gleichsam rar und, sagen wir, ambitioniert.
Die ersten Schritte auf dem neuen Planeten Kepler, die in einer kostenlosen Mission für alle Spieler verfügbar sind, lassen erahnen, wo die Reise hingeht – und viele von uns, alte Hasen des Destiny-Universums, wurden gleich zu Beginn von einem mulmigen Gefühl übermannt. Wer sich von der Metroidvania-Anspielung auf dem Deckblatt der Expansion irritiert fühlte, könnte sich nun umso mehr fragen, ob Bungie in ihrer kreativen Schaffensphase noch auf der richtigen Spur ist.
In einer spontanen Gesprächsrunde mit Mitgliedern des TSA Destiny 2-Clans kommen einige der besten Stimmen aus dem Clan zu Wort. Die Meinungen sind so vielfältig wie der Inhalt selbst. Andy, ein erfahrener Spieler, kann sich nicht dazu bringen, die Erweiterung so schnell zu beenden, wie er es gewohnt ist: „Normalerweise würde ich innerhalb weniger Tage durch sein, aber dieses Mal? Ich habe noch nicht einmal die Hälfte erreicht.“ Offensichtlich schwingt eine gewisse Enttäuschung mit, insbesondere wenn es um die vermehrten Cutscenes und die erzählerische Komplexität geht. „Wir kennen die Charaktere seit einem Jahrzehnt, und dennoch scheinen sie uns jetzt neue Hintergründe aufzuzwingen, die nie zuvor angedeutet wurden.“
Die Frage, ob die Geschichte nun frischen Wind oder verworrene Verwirrung bringt, bleibt im Raum stehen. Lee, ein weiterer Clan-Veteran, findet die Kampagne „etwas kompliziert“ und erkennt, dass die Nebenmissionen nicht wirklich in den Gesamtkontext passen. Simon fügt hinzu: „Diese Side-Quests fühlten sich mehr wie Füllmaterial an denn wie wirklich wichtige Ergänzungen.“
Aber es sind nicht nur die Story-Elemente, die polarisiert haben. Von den neuen Gameplay-Mechaniken, darunter die Möglichkeit zur Manipulation von Dunkler Materie, sprechen sie mit gemischten Gefühlen. „Die Kugelmechanik ist einfach schrecklich!“ wettert TC, der Moderator der Diskussionsrunde. „Ich möchte ein kriegerisches Ungeheuer sein, kein glitzernder Spielball, der durch Rohre rollt.“ Während Jack und Steve sich diesem Unmut anschließen, hebt Adam die Lernkurve und die schlussendliche Freude über die neuen Mechaniken in der letzten Mission hervor – eine leidenschaftliche Debatte, die die Meinungen spiegelt, die Bungies jüngste Kreation hervorrufte.
Inmitten der Gemengelage sorgt die neue Gruppenaktivität „The Sieve“, die nur alle 1 Stunde und 44 Minuten verfügbar ist, für Stirnrunzeln. „Ich dachte, das wäre einfach ein weiterer leerer Raum“, sagt Andrew lapidar. Die Rückkehr zu alten Gewohnheiten und das Gefühl, dass Bungie die Spieler gewaltsam in ein neues System drängt, lässt viele an ihrer Beziehung zu Destiny 2 zweifeln.
Die Entscheidung, das Fortschrittsniveau zurückzusetzen und die Ränge der Guardian zu tilgen, wird ebenfalls kontrovers diskutiert. Chris bringt den Punkt auf, dass das zurückgelegte Jahrzehnt nicht einfach in den Schatten seines höheren Rangs gekürt werden sollte. „Nachdem ich die Zeugen besiegt habe, zurück auf Stufe 0 zu sein, fühlt sich einfach billig an.“
Mit all diesen Überlegungen hängt das Schicksal dieser Erweiterung am seidenen Faden. Der neue Waffensystem und die Modifikationen an Rüstungen sorgen für größere Diskussionen als zuvor. Simon findet das neue System „prima“, während Adam sich über die Einschränkungen stört, die durch die Notwendigkeit, neue Items zu nutzen, auferlegt werden. „Es fühlt sich an, als ob man am Ende von jedem kritischen Moment aus gutem Grund auf das Altbewährte von damals zurückgreift“, sinniert Andrew.
Doch auch an der Kommunikation hapert es, wie Adam anmerkt. Bungie gelingt es nicht, ihre Spieler klar zu führen – die meistgemiedene Gefahr von Missverständnissen und Unmut.
Was muss Bungie also tun, um verlorene Spieler wie TC zurückzugewinnen? Es braucht bedeutungsvolle Entscheidungen in jeder Content-Einheit – „Macht das gesamte Spiel wichtig, nicht nur den neuesten DLC.“ Gleichzeitig wird klar, dass das Unternehmen dringend ein „neues Rezept“ braucht, um den alten Kräften treu zu bleiben und gleichzeitig die Vergangenheit hinter sich zu lassen.
Dennoch, trotz der diskutierten Mängel, hat die Erweiterung, wie die Clanmitglieder stetig betonen, die Möglichkeit, die Spieler mithilfe von Upgrades und überarbeiteten Mechaniken langfristig zurückzugewinnen. Der clan-interne Score? Ein Durchschnitt von 5.6 – alles andere als berauschend.
Die Handlungsstränge in Destiny 2 mögen derzeit etwas wirr erscheinen, doch das Potenzial für neue Höhen und nostalgische Rückblicke bleibt ungebrochen. Gerade die zukünftigen Erweiterungen könnten das Schicksal von „The Edge of Fate“ maßgeblich beeinflussen und die Schlingern der Community beleben. Bungie steht vor der Herausforderung, alte Heldenneigungen mit frischen Konzepten zu verschmelzen, um das volle Potenzial ihres Universums auszuschöpfen – ein Drahtseilakt, der mit jedem weiteren Schritt aufregender wird.
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