FBC: Firebreak Bewertung | TheSixthAxis

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FBC: Firebreak – Ein schräger Ausflug in die Untiefen des Alltags

Wenn man an die Oldest House aus Control denkt, kommen einem Bilder übernatürlicher Phänomene und düsterer Geheimnisse in den Sinn. Doch in FBC: Firebreak schlüpfen wir nicht in die Rolle eines eindrucksvollen Agents mit telekinetischen Kräften, sondern als eine Gruppe nur mäßig beeindruckender Hausmeister, die sich gegen eine Armee von Hiss-geplagten Kreaturen behaupten müssen. Man könnte sagen, dass das Setting eine interessante Wendung nimmt, aber die Realität ist komplizierter.

Ein unerwarteter Start

Der Gedanke, als janitorenähnliche Charaktere durch die bizarre Welt der Oldest House zu ziehen, hat durchaus seinen Reiz. In einem wahrhaft schrägen Szenario, das den Charakter des Spiels prägt, sind wir mit der Herausforderung konfrontiert, uns gegen das Chaos zu behaupten – ein bisschen, als versuchte man, mit einem Wischmopp den unaufhörlichen Wassermassen eines Tsunamis zu begegnen. Zu Beginn ist das Gefühl der Verwirrung bei der Charakterwahl und den Spielmechaniken nicht nur nachvollziehbar, sondern fast schon absurd. “Wo sind die supercoolen Kräfte, die ich aus Control kenne?” fragt man sich unweigerlich, während man versucht, sich einen Abflussreiniger in die Hand zu drücken.

Missionen im alltäglichen Irrsinn

Die fünf derzeit verfügbaren Missionen bieten eine faszinierende Mischung aus dem Banalen und dem Übernatürlichen. Nehmen wir die Paper Chase Mission, in der wir es mit einer unheimlichen Flut von Klebezetteln zu tun bekommen, die wie ein Schwarm Fliegen über den Boden schafft. Um sie loszuwerden, muss man sie entweder abballern oder selbst durch sie hindurch laufen – was bei Zeiten lächerlich erscheint, während man hilflos dem Gekichere der Hiss begegnet. Man fragt sich, ob der Entwickler die Grenzen von „Kreativität” und „Verschwendung“ absichtlich so schmal gesetzt hat. Es gibt etwas satirisches daran, die Feinde mit einem Wasserkanonen-artigen Kit zu bekämpfen, während man gleichzeitig im eigenen Schweiß und dem klebrigen Chaos ertrinkt.

Das Problem mit der Monotonie

Allerdings gibt’s ein großes Aber. Die Struktur der Missionen wirkt äußerst repetitiv. Selten hat man den Eindruck, eine spannende Wendung zu erleben, die über das gewohnte Schema hinausgeht. Man kämpft sich durch eng abgesteckte Bereiche, sammelt gesammelte Objekte und schaltet eine weitere kleine Zone frei. Es baut sich eine monoton klingende Aufregung auf, aber das endlose Aufeinanderfolgen von „sammeln, kämpfen, wiederholen“ macht das Erlebnis mühselig. Man fragt sich: “Wo bleibt der Adrenalinkick, den man in anderen Horde-Shootern findet?”

Existentielle Gefahren und unerwartete Herausforderungen

Wer der festen Überzeugung ist, dass das Spiel in den höheren Schwierigkeitsgraden mehr bietet, könnte beim nächsten Liebesbrief an die Digitalisierung ins Schleudern kommen. Die sogenannten Corrupted Item Modifikatoren fügen dem Mix zwar einige geisterhafte Herausforderungen hinzu, doch die Grundmechanik bleibt nahezu unverändert. Der erhoffte Schock-Moment bei einem Angriff durch einen Bossgegner ist selten, und stattdessen wird man mit dem immer gleichen Ansatz konfrontiert: “Geh zur sicheren Zone und nimm eine Schrotflinte.”

Spielerklassen und chaotische Synergien

Die unterschiedlichen Klassen – Fix Kit, Jump Kit und Splash Kit – sind ein positiver Aspekt in dieser Mischung. Sie bringen eine Art von strategischem Denken ins Spiel, indem man koordiniert angreifen und douseen kann. Die internen Synergien verleihen den scuffle-like Momente, doch gerade hier offenbart sich eine andere Tücken: die mühsame Handhabung des Upgrade-Systems. So wird das Freischalten von Perks zu einem verwirrenden Puzzle, das für unerfahrene Spieler schnell frustrierend werden kann.

“Warum ist hier nicht alles einfach?” murmelt man mehr als einmal, während man zwischen verschiedenen Bildschirmen hin und her wechselt und nur ein Bruchteil von dem erfasst, was eigentlich möglich ist.

Ausblick auf das Chaos

FBC: Firebreak könnte sich als experimenteller Ausflug in ein übernatürliches Elysium entwickeln, doch im Moment bleibt es ein ungeschliffenes Roh-Diamanten-Stück, das dringend einer Auspolierung bedarf. Der Ansatz, alltägliche Objekte in ein verworrenes, übernatürliches Setting zu integrieren, birgt viel Potenzial, aber die Ausführung lässt zu wünschen übrig.

Wo stehen wir also? Mit einem frischen Blick auf die alltäglichen Kämpfe gegen die Hiss-Kreaturen und den Wunsch, unser Spielerlebnis zu vertiefen, bleibt FBC: Firebreak ein Spiel, das mit seinen vielen Mängeln einen unerwarteten Charme mit sich bringt. Es könnte ohne weiteres ein neues Kapitel im Genre sein, doch der Weg dorthin erfordert Geduld und möglicherweise eine gehörige Portion von Humor – und vielleicht eine gute Portion klebriger Zettel.

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