EA Sports FC 26 Bewertung

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EA Sports FC 26: Ein Schritt in die richtige Richtung – oder doch nur ein Rasen voller Altlasten?

Man könnte meinen, der Fußball sei das am gründlichsten untersuchte und simulierte Ereignis in der Geschichte der Videospiele. Spiel für Spiel, Jahr für Jahr, schickte das Genre eine Armada an Titeln ins Rennen, um das Runde ins Eckige zu befördern. Und doch: die Entwicklung stagniert nicht selten in einem breiigen Einheitsbrei, dessen aufregendste Neuerung oft die Zahl nach dem „FC“ am Spieltitel ist. Darum war die Erwartung an EA Sports FC 26 groß – die Hoffnungen auf Veränderung wurden laut geäußert, als die Fans die Ähnlichkeiten zwischen FC 24 und seinem Vorgänger bemängelten. Das Ergebnis? Ein Spiel, das nicht ganz aus den Gangschaltungen der Vergangenheit herausbrach, aber immerhin einige frische Impulse bot.

Die entscheidende Neuerung in diesem Jahr heißt „Authentic“ und „Competitive“ Gameplay-Stile. Im Authentic-Modus, der vor allem für den Einzelspieler gedacht ist, zieht das Tempo an – die Liebe zu taktischem Spiel, zu präzisen Pässen und überlegtem Angriff wird besonders stark betont. Hier wird weniger gesprintet und mehr überlegt, was für den anspruchsvollen Spieler durchaus reizvoll ist. Auf dem anderen Ende des Spektrums hingegen steht der Competitive-Modus. Hier dreht sich alles darum, blitzschnelle Angriffe zu inszenieren, den Ball effizient ins Netz zu bringen und dem Gegner kaum Zeit zum Luftholen zu geben.

Doch, während EA sich daran macht, das Spielerlebnis so authentisch und vielfältig wie möglich zu gestalten, schleicht sich eine bekannte Problematik in das Geschehen: der nach wie vor fragwürdige Verteidigungsmechanismus. Wer auf dem „Professional“ Schwierigkeitsgrad spielt, könnte das Gefühl bekommen, er sei nicht in einem Fußballspiel, sondern im Zirkus – die Verteidigung der KI bricht oft wie ein Kartenhaus in dem Moment zusammen, in dem der angreifende Spieler mit dem Ball zum Sprint ansetzt. 9:0 gegen Fulham und eine Woche später 8:1 gegen Brentford? Das ist nicht nur unrealistisch, sondern stellt auch die Grundfesten des fairen Wettbewerbs in Frage. Hier muss EA nachbessern, wenn sie das Versprechen der Authentizität wirklich einlösen wollen.

Was sich in diesem Jahr jedoch eine erfrischende Note zu schaffen weiß, ist der Karriere-Modus. Mit unerwarteten Ereignissen, die das Leben eines Trainers entscheidend beeinflussen können – von verspäteten Ankunft bis hin zu Karriere bedrohenden Verletzungen – wird hier für etwas mehr Unberechenbarkeit und Spannung gesorgt. Statt dich nur auf die Übertragung von Punkten und Statistiken zu konzentrieren, schlüpfst du in die Rolle eines Managers, der mit den Höhen und Tiefen des Fußballlebens konfrontiert wird. Auch die Arbeit mit den Jugendmannschaften wird nicht vernachlässigt, doch im Vergleich zu den tiefen Strategien eines „Football Manager“ bleibt EA’s Herangehensweise immer noch relativ simpel.

Die größte Herausforderung an den Titel überrascht jedoch in einem anderen Bereich: dem Ultimate Team. Mit neuen Live-Events und Wettbewerben, die Spieler dazu anregen, verschiedene Aufstellungen auszuprobieren, zeigt EA, dass sie bereit sind, das Konzept des Fußballs noch dynamischer zu gestalten. Das Ultimate Team, einst allein dem Fieber der Sammlungswut unterworfen, wird durch den Ansatz vielfältiger Turniere und einer schnelleren Spielweise in einen Hotspot für Strategiespiele verwandelt. Und als ob das noch nicht genug wäre, dürfen die Torhüter nun endlich weiterentwickelt werden – ein Satz, der für viele wohl mehr wie ein befreiendes Aufseufzen klingt, als wie eine bahnbrechende Neuigkeit.

Dennoch bleibt der Blick auf die Community entscheidend: Die Freude und das Engagement im Multiplayer-Modus hängen stark von der Diversität der Spielerschaft ab. Vor allem im Ultimate Team wurden früher Schalter umgelegt, sodass ehrgeizige Spieler auf der Jagd nach dem besten Team blieben. Das sind alles Punkte, die EA und die Community zusammenbringen müssen, um im gesamten Online-Erlebnis eine harmonische Balance zu finden.

Die Herausforderung bleibt also groß. Wird EA es schaffen, die Fans zu überraschen, ohne gleichzeitig die eigene Zielgruppe abzuschrecken? EA Sports FC 26 setzt erste Schritte um eine neue Richtung durchzusetzen, aber der Weg ist noch lang und steinig. Ähnlich verworren wie der Pfad eines Fußballs durch einen dichten Verteidigungsblock – unvorhersehbar, aber stets voller Möglichkeiten. In der Hoffnung, dass die Entwickler diesen Weg weitergehen und die aufkeimenden Ideen umsetzen, bleibt die spannende Frage: Wohin wird uns der Fußball als Spiel noch führen?

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