Demon Slayer -Kimetsu no Yaiba- Die Hinokami-Chroniken 2 Review

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Ein Blick auf „Demon Slayer -Kimetsu no Yaiba- The Hinokami Chronicles 2“: Ein visuelles Spektakel im Arena-Format

Wenn ich an Anime denke, der den Puls der Welt trifft, fällt mir unweigerlich „Demon Slayer“ ein. In einer Zeit, in der Shonen-Serien mit wummernden Schlägen und strahlenden Attacken um die Aufmerksamkeit der Zuschauer buhlen, hat es „Demon Slayer“ mit seiner Mischung aus emotionaler Tiefe, atemberaubender Animation und blutigen Kämpfen auf die große Bühne geschafft. Die Frage ist, ob das neueste Videospiel der Reihe, „The Hinokami Chronicles 2“, dieser hohen Erwartung gerecht wird – vor allem, wenn man wie ich, in einer Art innerlichem Zwiespalt zwischen Begeisterung und Gleichgültigkeit gefangen ist.

„Demon Slayer“ mag für mich nicht die gleiche nostalgische Anziehungskraft haben wie „Naruto“ oder „Bleach“, doch der Anblick leidenschaftlicher Fans, die die Charaktere und Geschichten in dieser Welt lebendig werden lassen, ist nicht zu ignorieren. Und während ich den Hype um die Franchise beobachte, muss ich zugeben, dass es ein seltsames Gefühl ist, in einem Spiel zu navigieren, dessen Quelle ich emotional nicht wirklich nachvollziehen kann.

Die ersten „Hinokami Chronicles“ spielten sich mit einer treuen Adaption der Anime-Vorlagen bis zum Ende des Mugen Train-Arcs, und genau hier setzt die neue Iteration an, indem sie uns durch die dichte und teilweise düstere Welt des „Rotlichtviertels“ und das „Hashira-Training“ führt. Die Eröffnung mit einem kurzen Prolog, der die wichtigsten Ereignisse des ersten Spiels zusammenfasst, beleuchtet schnell die Story, lässt aber nicht viel Raum, um wirklich einzutauchen. Man kämpft sich durch eine Handvoll blitzschneller Kämpfe, was an sich eine unterhaltsame Einleitung ist, jedoch nicht unbedingt ein Gefühl von Tiefe vermittelt.

Die spielerischen Mechaniken sind im Wesentlichen die gleichen: Auf zwei Tasten sind Standardangriffe und Spezialbewegungen verteilt, ergänzt durch einen Meter, der dein Team unterstützen kann – nichts allzu Kompliziertes, aber vermeintlich effektiv in der Umsetzung. Mit fast 40 spielbaren Charakteren gibt es eine erfreuliche Vielfalt an Movesets, die für detaillierte taktische Ansätze sorgen.

Jedoch beschränken sich die Kämpfe nicht nur auf einfache Arena-Action. Die Storymissionen bieten ein schier endloses Meer an Abwechslung. Statt immer nur gegen CPU-gesteuerte Avatare wie in anderen Spielen, hast du es hier mit eigens erschaffenen Dämonenbestien oder mehrstufigen Bosskämpfen zu tun. Was mir wirklich positiv auffiel, sind die Erkundungsabschnitte zwischen den Kämpfen, wo man durch friedliche Wälder und das geschäftige Rotlichtviertel stöbert – es gibt Quests zu erfüllen, rhythmische Mini-Spiele zu spielen und Rätsel zu lösen, was dem Gameplay eine erfrischende Dynamik verleiht.

Gerade die durchweg präsente Story wird in zahlreichen Cutscenes lebendig, die oft von emotionalen Höhepunkten und spannungsgeladenen Kämpfen gekennzeichnet sind. Diese Momente bringen die Action des Animes auf den Bildschirm, und man fühlt sich manchmal wie in einer interaktiven Kinovorführung. Allerdings bleibt das Gefühl zurück, dass die Optik des Spiels nicht wirklich alles neu erfindet – die epischen Kämpfe, die hier ablaufen, hätten genauso gut in einem der jüngsten Anime-Episoden geschildert werden können. Das macht die gesamte Präsentation teils vertraut, teils nostalgisch – ein gehobener Brunch für die Augen, aber nichts, was man vorher noch nie gesehen hätte.

Jenseits der Hauptstory bietet das Spiel auch einen Roguelike-Modus, in dem die Spieler randomisierte Kämpfe absolvieren können. Abgesehen von der begrenzten Vielfalt der zu erreichenden Ziele ist es ein unterhaltsamer Zeitvertreib, der eine gewisse Langzeitmotivation verspricht. Trotz seiner Einfachheit macht es Spaß, sich durch die Modi zu kämpfen, um das Spielbilderalbum zu füllen und mit seinen Lieblingscharakteren zu spielen.

Nun, „Demon Slayer -Kimetsu no Yaiba- The Hinokami Chronicles 2“ ist wahrlich ein solides Spiel. Aber für jemand, der nicht bereits als Fan der Manga- und Anime-Reihe ins Boot gekommen ist, bleibt der Zugang zur Begeisterung über das Spiel fraglich. Es ist zwar schön anzusehen und hält an vielen Fronten durchaus mit, doch ob es die Neugier für die Franchise neu entfacht, bleibt abzuwarten. Für eingefleischte Fans bietet das Spiel sicherlich ein Füllhorn an Details und Erlebnissen. Ob es jedoch als ein Tor für neue Fans zur Welt von „Demon Slayer“ dienen kann, ist eine andere Geschichte, die darauf wartet, erzählt – oder vielleicht verpasst zu werden.

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