Date Everything Bewertung | TheSixthAxis

Date Everything Review Hero 500

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Die absurde Liebe zu allem: Ein Blick auf „Date Everything“

Haben Sie schon einmal daran gedacht, eine Beziehung mit Ihrem Kühlschrank zu führen? Nein? Ich auch nicht. Doch im neuesten Werk des Entwicklers Sassy Chaps wird diese Frage mit der Komplexität und Dramatik eines romantischen Beziehungsdramas thematisiert – und das auf eine schockierend amüsante Art und Weise. „Date Everything“ ist ein Sandbox-Datingsimulator, der es dem Spieler ermöglicht, alles in seinem Umfeld zu daten: vom Sofa bis zur Waschmaschine, vom Staubsauger bis zur Toilette. Es ist eine absurde Prämisse, aber genau das macht es so fesselnd.

Ein humorvoller Einstieg

Zum Einstieg des Spiels begegnen wir einem Protagonisten, der gerade seinen Job in einem großen Tech-Unternehmen verloren hat, als ob er eine Gaudi in einem der aktuellen Transformers-Filme wäre. Ein mysteriöses Paket eines ehemaligen Kollegen bringt schließlich die Wende: ein Paar nahezu magischer „Date-viators“ – eine Art Brille, die jedes Objekt im Haus in ein gefühlsbetontes und datingsüchtiges Wesen verwandelt. Auf einmal wird das geschlossene Wohnzimmer zur Bühne skurriler und komödiantischer Dialoge.

Mit einem Augenzwinkern manifestiert „Date Everything“ die Absurdität des gegenwärtigen Lebens. Dabei ist die Charakterisierung der Möbel und Geräte liebevoll übertrieben. Stellen Sie sich vor, Sie führen ein tiefgründiges Gespräch mit Ihrer Couch, die über die Unzulänglichkeiten ihrer modernen Geschwister, den Gaming-Stühlen, lamentiert. Diese humorvolle Herangehensweise verleiht dem Spiel seinen besonderen Charme.

Der Charme der Charaktere

Die wahre Stärke von „Date Everything“ liegt in seiner Fähigkeit, eine Lebenswelt zu erschaffen, die gleichzeitig bizarr und zutiefst einfühlsam ist. Die Charaktere – von der selbstbewussten Gym-Ausrüstung „Kristof“ bis hin zur sensiblen Büroklammer „Penelope“, die sich nach Anerkennung sehnt – sind so einprägsam, dass man vergisst, dass sie nur aus Pixeln und Codes bestehen. Rebel, die bad-ass Gummiente, hat ebenso einen Platz in unserem Herzen gefunden.

Aber das Spiel ist nicht nur auf romantische Eskapaden beschränkt. Es erforscht auch humorvoll die Schattenseiten der modernen Kultur: Die Figur „Michael Transaction“ vertritt die übertriebene Kommerzialisierung in der Gaming-Welt und bietet eine amüsante satirische Note. Hier findet man die Quintessenz des Spiels – die Förderung von Dialogen über globale Themen, indem man sie auf das Alltägliche herunterbricht.

Die Reise durch die ersten Eindrücke

Die Erkundung der kleinen Wohnung erfolgt aus der Ich-Perspektive, und hier zeigt das Spiel seine Schwächen. Die Steuerung fühlt sich insbesondere auf der Switch klobig an, und die Framerate lässt oft zu wünschen übrig. Trotz dieser technischen Hürden gelingt es „Date Everything“, den Spieler durch seine witzigen Texte, das brillante Voice Acting und die liebevoll gestaltete Grafik in seinen Bann zu ziehen.

Das Skript, durchzogen mit scharfen, sarkastischen Dialogen, bietet oft Anlässe zum Lachen, während die Daseinskrise einer Waschmaschine Pavlova parallel zur Verbundenheit zwischen den Charakteren selbst vor einem nicht greifbaren Planeten wie dem Mond thematisiert wird.

Uneingeschränkte Interaktivität

Ein weiteres bemerkenswertes Merkmal von „Date Everything“ ist die Freiheit, die dem Spieler geboten wird. Es gibt keine festgelegte Reihenfolge, in der man mit Objekten interagieren muss. Die Entscheidung, wem man seine Zeit und Energie widmet, liegt ganz beim Spieler. Diese Offenheit fördert eine explorative Spielsitzung, die sich oft in schon fast philosophische Gespräche verwandelt – manchmal kann es auch einfach genug sein, mit einer Lampe zu flirten.

Gedanken zum Schluss

„Date Everything“ ist nicht nur ein Spiel, sondern ein Experiment in der Grenzüberschreitung von Beziehung und Realität. Mit seinen geschickten Wendungen zwischen Ernsthaftigkeit und absurder Komik lädt es die Spieler:innen ein, über die Konventionen der zwischenmenschlichen Beziehungen nachzudenken. Es ist ein leidenschaftlicher Aufruf, auch das Ungewöhnliche zu erforschen und den Alltag mit einem Lächeln zu betrachten, selbst wenn dies bedeutet, einen emotionalen Gedanken mit dem eigenen Wasserkocher zu teilen.

In einer Welt, in der es oft schwer ist, echte Verbindungen zu finden, bietet „Date Everything“ eine unerwartete Perspektive: Vielleicht sollten wir öfter einmal mit den Dingen sprechen, die uns täglich umgeben. Wer weiß, welche Türen sich dann öffnen?

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