Chip ’n Clawz vs. The Brainioids Bewertung (PS5)

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Chip ‘n Clawz vs. The Brainioids: Ein Spiel zwischen Himmel und Hölle

„Gib mir Action, gib mir Strategie und gib mir eine Katze mit Waffen!“ – Wer könnte diesen Wunsch nicht nur teilen, sondern ihm auch noch Realität werden lassen? Das Entwicklerteam von Snapshot Games und Publisher Arc Games hat genau diese Mischung mit Chip ‘n Clawz vs. The Brainioids geschaffen. Ein irrwitziges, actiongeladenes Abenteuer, das uns nun in die Welt des interstellar erkämpften Brainiums entführt und dabei gleichzeitig ein gutes Stück Humor und eine gehörige Portion Herausforderungen bietet.

Ein Blick in die Sphären des Chaos

Die Geschichte ist so vertraut wie wirksam: Unser Held Chip, ein junger Erfinder, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Erde vor einer Alien-Invasion zu retten. An seiner Seite die blitzgescheite Robotkatze Clawz, deren einzige Mission es ist, Brainiods daran zu hindern, die kostbaren Brainium-Kristalle zu stehlen. Diese Prämisse mag für eingefleischte Gamer wenig innovativ erscheinen, doch sie schafft einen Rahmen, der humorvoll, packend und voller kurvenreicher Wendungen ist.

Der Plot kommt mit einem Hauch von 80er-Jahre-Cartoon-Klischees, gewürzt mit gutem, teils schrägem Humor und hübsch inszenierten Dialogen, die mit einer Prise Dramatik aufwarten. Das lässt die vielen schweißtreibenden Momente in den interstellaren Sphären umso intensiver erscheinen. Hier wird nicht nur geballert – die Situationen sind oft so schockierend wie witzig und das strahlt eben die Leichtigkeit der besten Gaming-Momente aus.

Gameplay-Mischmasch: Eine gelungene Kombination

Was Chip ‘n Clawz vs. The Brainioids jedoch sofort herausstechen lässt, ist die dynamische Symbiose aus Action, Echtzeit-Strategie und Platforming. Soweit, so gut. Doch wie oft hat man in den letzten Jahren von solchen Mischformen gelesen, nur um festzustellen, dass es sich dabei oft um unausgewogene Experimente handelt?

In diesem Fall jedoch funktioniert die Kombination: Das Gameplay ist eine kräftige Dosis Adrenalin, in der man mit Waffen und Gadgets auf die heranströmenden Brainiods einprügelt. Die Sphären sind klar abgegrenzt und zwingen die Spieler, sich den stets angreifenden Feindwellen zu stellen. Während man sich in einem ständigen Tumult wähnt, wird einem schnell klar, dass die Kartennutzung sowohl Action als auch strategisches Denken erfordert. Hier wird es knifflig, denn die Vielfalt der Gegner verlangt ein schnelles Umdenken.

Von großen Motherships bis hin zu kleineren feindlichen Einheiten – jede Alienart hat ihre eigene Rolle im strategischen Gesamtbild. Und so wird das Spiel schnell zu einer vertikalen Herausforderung, in der das Bedienen der verschiedenen Taktiken und das Anpassen der eigenen Spielweise nicht nur empfohlen, sondern unabdingbar wird. Ein echter Gamer weiß, wenn die Alien-Horden angreifen, dass es an der Zeit ist, die Ketten zu sprengen und zu zeigen, dass der eigene Plan schnell über Bord geworfen werden muss.

RTS in einem Action-Setting?

Manchmal fühlt man sich, als wäre man gegen seinen Willen in ein Strategiespiel geraten. Es ist nicht ungewöhnlich, das Spiel anfangs für ein simples Action-Game zu halten, nur um dann bei den ersten Feindattacken festzustellen, dass die Brainium-Kristalle nicht nur zum Abbau, sondern auch für die Rekrutierung von Truppen und Maschinen verwendet werden können. Wer hätte das gedacht? Hier hat sich das Spiel eine strategische Tiefe angeeignet, die in einem solchen Setting recht selten ist.

Das Sammeln und Verwalten von Ressourcen, um die eigenen Verteidigungslinien zu stärken, wird zum zentralen Spielprinzip. Und so verlagert sich der Spieler allmählich vom simplen Ballerspaß hin zu einem geschickten Strategen, der taktisch seinen Platz verteidigen lernen muss. „Halt, zurück!“, mag man rufen, während die bunten Gegner in Strategien aus den 80ern attackieren – und dabei lernt man schmerzlich, dass nichts im Game mehr wert ist als eine gute Strategie.

Platoo-Platforming mit Pfiff

Zugegeben, die Levels, die einem das Spiel bietet, verlangen von den Spielern viel mehr, als nur auf Knöpfe zu hauen. Jedes Sphärenlevel hat spezifische Ziele, die es zu erreichen gilt, um Sterne zu sammeln. Diese Schwierigkeitsgrade machen den Reiz aus, altes Terrain zurückzukehren, um alles abzuräumen, was man verpasst hat.

Der Plattforming-Aspekt erinnert an Klassiker wie Super Mario 3D, zeigt jedoch einen eigenen Charme, der nicht nur nostalgisch gefärbt ist. Der Sprung zwischen actiongeladener Interaktion und methodischem Denken wird hier spielerisch elegant gemeistert. Doch lasst euch nicht täuschen – die Herausforderung wird gelegentlich steil bergauf gehen, und das sowohl durch den Feind, der unaufhörlich angreift, als auch durch das Sammeln und Nutzen der Kristalle.

Der Schwierigkeitsgrad: Ein Jammer oder Herausforderung?

Doch wie alles im Leben hat auch Chip ’n Clawz vs. The Brainioids seine dunklen Seiten. Hier wird einem Gamern manchmal der Spaß vermiest, und es schleicht sich Feedback über die unratbare Schwierigkeit ein. Wie oft ist es vorgekommen, dass wir voller Enthusiasmus in ein neues Level stürzen, nur um uns sofort von den Herausforderungen überwältigen zu lassen? Besonders wenn sich die Spielstruktur derart an die entwickelten Taktiken klammert, muss man schmerzlich erkennen, dass hin und wieder die Katze aus dem Sack gelassen werden sollte.

Könnte der Schwierigkeitsgrad die jüngeren oder weniger erfahrenen Gamer abschrecken, die von der lustigen Cartoon-Ästhetik angelockt werden? Vielleicht. Aber wie eine wahre Herausforderung, die zum Fortschritt anregt, können solche frustrierenden Momente die Spieler zu besseren Strategen und Timern erziehen. Ein echter Balanceakt zwischen Herausforderung und Frustration – so oder so.

Ungewisse Zukunft

Chip ‘n Clawz vs. The Brainioids ist ein Spiel, das sowohl Erinnerungen an herrlich chaotische Spielerlebnisse wachruft, als auch den Nervenkitzel der Strategie perfekt einfängt. Hat es die perfekte Balance zwischen Spaß und Herausforderung gefunden? Gewiss nicht. Und das ist vielleicht das Beste, was dem Spiel passieren konnte. Denn so viel ist klar: Die Reise ist nicht vorbei; die Sphären erwarten uns erneut. Wer wird sich dem großen Brainiod-Abenteuer als nächstes stellen?

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