Capcom Fighting Collection 2 Bewertung

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Capcom Fighting Collection 2: Ein nostalgischer Blick auf die Kämpfer der Vergangenheit

Es ist ein sonniger Nachmittag, als ich mich zum ersten Mal in die pixelige Welt von Capcoms neuester Sammlung wage. Der Bildschirm flackert auf, trotz der digitalen Zeit, in der wir leben, wird der Charme der alten Arcade-Ära durch die pixeligen Sprites und klackernden Tasten lebendig. Die Capcom Fighting Collection 2 verspricht, ein nostalgisches Gefühl zurückzubringen, das viele von uns als Jugendliche während der langen Nächte in Spielhallen erlebten. Schon beim ersten Menü wird eines klar: Capcom hat erneut die Schlösser der Vergangenheit geöffnet und ihre Klassiker in die heutige Zeit gerufen.

Eine Sammlung von Kampfhits

Mit acht Titeln, die von Capcom vs. SNK: Millennium Fight 2000 Pro bis zu Plasma Sword: Nightmare of Bilstein reichen, ist diese Sammlung eine Zeitreise durch die 2D- und 3D-Kampfspiel-Geschichte. Wenn man das erste Mal die Börse der Optionen durchstöbert, ist es, als würde man ein altes Fotoalbum aufschlagen. Wo sind die alten Freunde? Wo sind die Schätze, die uns einst gefesselt haben?

Die zwei Capcom vs. SNK-Spiele stechen sofort ins Auge. Sie sind nicht nur Kämpfer: Sie sind die Zusammenkunft von Kulturen, zwei konkurrierenden Philosophien des Kampfspiels—Capcom und SNK. Während man über 2D-Grafiken staunt, die immer noch nicht ganz an Charme verloren haben, ist es faszinierend zu beobachten, wie die Groove-Systeme die Spielmechanik um eine neue Dimension erweitern. „Ich kann mit einem Team aus meinen liebsten Kämpfern antreten, das Stil und Funktionalität vereint?“, denke ich mir begeistert und beginne, meine Teamzusammenstellung zu planen. Ein kleiner Moment der Reflexion darüber, wie weit wir im Gaming gekommen sind, während ich über Instinct und Power nachdenke. Ein Hauch von Melancholie, vermischt mit Vorfreude.

2D trifft 3D: Eine kurvenreiche Reise

Wenn man in die 3D-Kämpfer eintaucht—wie Plasma Sword und Project Justice—wird schnell klar, dass Capcom mit diesen Titeln mutige Schritte in unbekannte Gefilde wagte. Plasma Sword zum Beispiel, das auf den ersten Blick wie ein tschechischer Animationsfilm wirkt, zeigt die wachsende Experimentierfreudigkeit der Entwickler. Die Charaktere scheinen direkt aus einem schrägen Science-Fiction-Film entsprungen zu sein—jetzt kämpfe ich gegen einen Kämpfer, der aussieht wie ein intergalaktischer Barbar!

Das besondere an Project Justice ist die Team-Kämpfer-Dynamik. Hier ergeben sich Situationen, in denen ich mit Freunden quatschen und gleichzeitig strategisch überlegen kann—ein außergewöhnlicher Abstand von dem hitzigen Adrenalin-Rausch, den ein 1v1-Gegner verlangt. Während ich das Gefühl habe, dass ich als Spieler fast die Kontrolle verloren habe, sticht das Teamspiel heraus, hervorragend umgesetzt mit einer Story, die genug Charme hat, um amüsant zu sein, selbst wenn sie düster wirkt.

Ein Bärendienst an Nostalgikern

Und doch, während ich durch die Kämpfe navigiere, ist mir eine kritische Stimme nicht loszuwerden. Wo liegt die Grenze zwischen Nostalgie und der schmerzlichen Realität, dass viele dieser Titel heute einfach nicht mehr den Verzicht eines modernen Spielers wert sind? Die Grafik von Capcom Fighting Evolution oder das Missmanagement mancher Bewegungen in Power Stone zeugen von ihrem Alter und können an die Grenzen des Erträglichen drängen. Auch die repetitiven Formen des Gameplay wirken manchmal wie eine Mahnung, dass echte Innovation schwer zu finden ist, selbst in solch bedeutsamen Kollektionen.

Die schimmernden Erinnerungen an das „früher war alles besser“ prallen gegen die Wand des „ja, aber“-Realismus. Hat Capcom diese Kämpfer wirklich entstaubt oder nur in ein neues Gewand geworfen? Die Kritik ist stumm, aber der Gedanke hallt nach wie ein guter alter Song, den man zu oft gehört hat.

Die Zukunft der Retro-Arcade

Die Liste der Verbesserungen in dieser Sammlung trägt zwar zur positiven Benutzererfahrung bei—zum Beispiel ein Training-Modus, der Hitboxen visualisiert und neue Spielmechaniken einführt—doch ist die Frage, ob diese nostalgische Rückkehr die Spieler langfristig anzieht. Die Erweiterungen, die durch die Nutzung des Rollback-Netcodes ermöglicht werden, bringen diese Spiele ins Online-Zeitalter, doch bleibt das Gefühl, dass manches hier nach wie vor Geschick, Talent und eine Prise Glück braucht, um den klassischen Spielen die Ehre zu erweisen, die sie verdienen.

Als ich schließlich die Konsole ausschalte, bleibt kein bitterer Nachgeschmack zurück. Die Capcom Fighting Collection 2 ist eine Feier des Erbes, die sowohl wehmütig als auch optimistisch stimmt. Es ist ein kämpferisches Erbe, das uns alle noch einmal in die Arcades ziehen könnte—ob online oder offline. Und das ist vielleicht das intensivste Gefühl, das wir aus dieser nostalgischen Reise mitnehmen können: Die Welt der Videospiele ist ständigen Veränderungen unterworfen, doch das Herz des Kampfgeschehens bleibt ungebrochen.

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