Borderlands 4 Bewertung – Es fühlt sich an, wie ich mich an Borderlands 2 erinnere

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Ein neues Kapitel im Chaos: Borderlands 4

In der bunten, chaotischen Welt von Borderlands gibt es dieses spezielle Gefühl, das wohl nur von den Jägern der Vaults wirklich verstanden werden kann: das unvergleichliche Vergnügen am Looten und Schießen. Schon die ersten Spielstunden von Borderlands 4 versetzen einen in diese vertraute Ekstase, selbst wenn die eigene Begeisterung für die Reihe nie über das Maß der Neugier hinausging. Aber diesmal erweist sich das wieder einmal als irreführend, denn in der neuesten Episode hat Gearbox Software nicht nur die bekannten Elemente beibehalten, sondern auch auf erfrischende Weise neue Akzente gesetzt.

Die weiträumige, offene Welt, über die man jetzt gleisen und gleiten kann, mit einem grafischen Stil, der die charakteristische Comic-Ästhetik der Reihe meisterhaft aufgreift, öffnet das Tor zu einem Abenteuer, das zurück zu den Wurzeln des Genres führt. Zugegeben, ich hatte keine Ahnung, was mich erwartet. Gliding und Grappling Hooks? Mich erinnerten sie an frühere, schwindelerregende Momente in Videospielen. Jedes Mal, wenn ich über die riesigen Schluchten und wüstenartigen Landschaften schwebte, driftete mein Gedanken an die schlichte Freude, etwas zu entdecken, das sich über die schiere Jagd nach Zahlen hinausbegeht.

Ein Element, das Borderlands 4 von seinen Vorgängern unterscheidet, ist die Entwicklung der Charaktere und der Handlung. Die Zusammensetzung der Vault Hunters ist nicht mehr bloß eine Ansammlung von Typen mit coolen Fähigkeiten, sondern sie scheinen echte Persönlichkeiten mit einer tiefen Beziehung zueinander zu haben. Rush, der gutmütige „Himbo“, und andere Gefährten, deren Eigenheiten weitaus charmant sind, machen die Reise nicht nur zu einem Gefecht gegen die Schergen der Bedrohung, sondern auch zu einem gemeinsamen Abenteuer, das geprägt ist von Humor und einer Prise Ironie – ganz im Stile von Borderlands.

Das Böse manifestiert sich in der Gestalt von „The Timekeeper“, einem diktatorischen Widersacher, der nicht nur mit gefräßiger Macht über das Schicksal seiner Untertanen herrscht, sondern auch groteske Methoden anwendet, um seinen Willen durchzusetzen. Diese gewaltsame Kontrolle verleiht der Handlung ein Gefühl der Dringlichkeit. Es gibt nichts, was die Spieler mehr antreibt, als diesen abscheulichen Antagonisten zu erledigen. Und ja, wie in den besten Geschichten sind seine Lakaien ebenso unheilig, sodass jeder Sieg sich umso süßer anfühlt.

Dabei mag man über die wiederkehrenden Scherze schmunzeln oder sich beim einen oder anderen plumpen Witz den Kopf schütteln – doch die zeitlich perfekt gesetzten Gags zauberten mir nicht nur ein Lächeln ins Gesicht, sondern versetzten mich auch in diese nostalgisch-ansteckende Stimmung, die die Serie groß gemacht hat. Die unkonventionellen Dialoge zwischen den Charakteren klingen frischer und überzeugender als je zuvor, stecken voll jugendlicher Unbeschwertheit, ohne dabei in platte Klischees zu verfallen.

Das Gunplay hat sich ebenfalls weiterentwickelt. Die Vielfalt an zufällig generierten Waffen und die Möglichkeit, Herstellermodifikationen zu kombinieren, geben dem Spieler mehr Freiheit und Kontrolle über seine Ausrüstung. Bin ich der Typ, der auf ricocheting Geschosse steht? Oder suche ich nach einem anderen Ansatz, um die Oberhand über meine Gegner zu gewinnen? Option für Option eröffnen sich durch die kluge Integration von Modding-Elementen, ohne dass die Frustration des Zufalls die Spielerfahrung trübt.

Und so bleibt die Bewegung das allergrößte Highlight. Mit einer Mischung aus Doppelsprüngen, Gleiten und der neuen Grappling-Hook-Funktion fühlt sich das Gameplay nicht nur dynamisch an, sondern bringt auch strategische Tiefe ins Spiel. Man fragt sich fast, was man ohne diese Beweglichkeit anstellen könnte – die Welt von Borderlands ist groß, und die Zeit drängt, um alles zu erkunden.

Natürlich können technische Problemchen die Freude trüben. Während einige Spieler mit Bugs und Performance-Einbußen kämpfen, ist mein Spielvergnügen, zumindest bisher, weitgehend unbeeinträchtigt geblieben. Ein gewisser Egoismus in der Freude ist mir nicht abzusprechen – ich hoffe nur, dass die Probleme bald behoben werden. Das lässt mich an die Zukunft des Spiels denken: vielleicht wird es weitere Verbesserungen geben, und das Endgame könnte mit zusätzlichen Inhalten bereichert werden, die das bereits beeindruckende Erlebnis vertiefen.

Ein kleiner Kritikpunkt bleibt dennoch: die Musik. Die Weiten des Spiels wirken ruhiger, als sie sollten, und eine passende Klangkulisse hätte dem Abenteuer einen zusätzlichen Reiz verleihen können. Ein paar Radiosender, die den Spielraum jeden Vault Hunters beleben, würden die Entdeckungsreise noch aufregender machen – denn in der Stille entdeckt man nicht immer die Geheimnisse, die zum Spaß der Erkundung anregen.

Borderlands 4 ist ein echter Höhepunkt in der Reihe und lädt dazu ein, erneut in ein Universum voller schräger Charaktere und überzeichnetem Humor einzutauchen. Darin steckt ein Versprechen an die Spieler, auch in zukünftigen Durchläufen mit frischen DLC-Charakteren und neuen Geschichten natürlich. Die Rückkehr in diese Welt wird weiterhin spannend sein, vor allem, weil Gearbox alles daransetzt, die Jagd nach Loot und Spaß neu zu definieren. Ein Gefühl des Aufbruchs schwingt in der Luft, und während die Welt von Borderlands darauf wartet, weiter erkundet zu werden, bleibt die Frage: Welches Abenteuer wird uns als Nächstes erwarten?

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