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Der Zauber der Frustration: Ein Blick auf „Adventure of Samsara“
„Die Spiele sollen Spaß machen und nicht zur Arbeit werden“ – mit dieser Überzeugung begann ich meine Reise durch den neuen Titel aus dem Hause llex Games, „Adventure of Samsara“, und war bereit, mich dem unvermeidlichen Frustrationslevel eines klassischen Metroidvanias zu stellen. Mit Atari als Publisher unter dem Arm, schien das Versprechen von mystischen Welten und packender Story verlockend, doch das erste Kapitel fühlte sich eher wie ein finsteres Kapitel aus einem grauenhaften Lehrbuch des Lebens an.
Eine böse Überraschung zum Einstieg
„Was für ein Mist!“, waren meine gedachten Worte, als ich die ersten Schritte als „Solar Champion“ in einer nebligen, frostigen Umgebung wagte. Kaum hatte ich den ersten Gegner – ein unschuldiger, aber brutaler Skelettkrieger – vor mir, lag ich auch schon wieder am Boden. Die Steuerung schien mir zunächst absichtlich feindlich gesinnt: Eingaben kamen träge, die Bewegungen der Figur waren unnötig steif und der Kampf stellte sich als ein eher frustrierendes Unterfangen dar.
Ich fühlte mich wie ein Protagonist im falschen Spiel, in einer Welt, in der der Spaß nicht auf dem Spiel steht, sondern vielmehr wie ein Gespenst über mir schwebt. „Ich bin hier nicht, um mich zu quälen“, dachte ich, während der Bildschirm mir wieder und wieder den bedauerlichen Tod meiner Spielfigur präsentierte. In der ersten halben Stunde schien es, als würde ich eher ein knallhartes Soulslike als ein entspannendes Metroidvania spielen.
Die Wende im Schicksal
Doch wie immer im Leben gibt es auch in der Spielewelt Wendepunkte. Nach anfänglichen Frustrationen, wo die Steuerung noch wie ein fesselndes Rätsel wirkte, beginnt der magische Moment. Die erste halbe Stunde als Hölle auf Erden schlich sich förmlich in eine Phase des „Aha!“. Es war nicht so, dass das Spiel mir die Steuerung erklärte – ganz im Gegenteil. Aber ich lernte. Mit jedem wiederholten Tod wuchs meine Strategie.
„Es ist wie im echten Leben“, flüsterte ich mir zu, während ich das dritte Skelett besiegte. „Mach langsamer, überlege mehr und handle klüger.“ Das Spiel forderte mich heraus, das Gefühl der Möglichkeit und des Wachstums schickte mich auf Entdeckungstour. Statt einfach wie ein Bär über die Gegner herzufallen, lernte ich, den Rhythmus, die Mechanik und die gewaltigen Angriffe auf meine eigene Art und Weise zu nutzen.
Der narrative Ozean
Bald fand ich mich nicht mehr gescheitert in der Kälte des Universums, sondern vielmehr von faszinierender Story umgeben. Das Universum, in dem unsere Figur – der Solar Champion – existierte, offenbarte sich mir Stück für Stück wie das schillernde Geheimnis einer alten Legende. Die Erzählung war dicht, dachte ich, und das nicht nur weil ich herumirrte und Labyrinthe durchforstete. Die Feindschaften und Verbündeten des Solar Champions, die Reste der vormaligen Zivilisationen, die düstere Mythologie, die dem Titel Leben einhauchte, entfaltete sich wie ein gut gehütetes Geheimnis. Plötzlich wurde die Suche nach Licht und Balance nicht nur mein Ziel, sondern ein bedeutungsvoller Kampf gegen die Schatten.
Ein Spiel, das mit solchen Geschichtselementen gespickt ist, offenbart viel mehr als die bloße Herausforderung der Eingabeverzögerung und der wütenden Gegner. Es bietet Interaktion mit der Umgebung und mit den Charakteren, die man trifft und deren Schicksal letztendlich in den eigenen Händen liegt.
Frust und Freude in der Balance
Mit jedem besiegten Gegner, bei jeder gemeisterten Herausforderung, eröffnete sich ein immer größerer Horizont. Ich war überrascht, dass ein Titel, der zu Beginn so abweisend wirkte, mich schließlich in seine tiefen Schichten der Erzählkunst und des strategischen Kampfs zog. Neue Fähigkeiten, das Sammeln von Diamanten zur Verbesserung der Ausrüstung, Geheimnisse zu ergründen – das alles führte dazu, dass ich die spitzen Klippen und die dunklen Gänge des Spiels mit Neugier erforschte.
Es war eine Art „Wir zeigen’s dir!“-Initiation: Die Magie fußte auf zunächst schüchtern gelebtem Gameplay, das sich emanzipierte, je mehr man bereit war, sich auf die Herausforderungen einzulassen. Mein „Feind“ war nicht nur die Steuerung, sondern auch mein ungeduldiges Ich.
Uneinheitliche Gedanken als Ausklang
Eines jedoch bleibt fraglich: Warum müssen Spiele erst so grausam zu einem sein, bevor sie ihren wahren Glanz offenbaren? Steht das Vergnügen am Ende in umgekehrtem Verhältnis zum leidvollen Einstieg? „Adventure of Samsara“ wird vielleicht nicht die Herzen der Casual Gamer gewinnen, aber es zeugt von einem gewaltigen Erlebnis für alle, die bereit sind, durch die Dunkelheit zu navigieren, um das Licht zu finden.
In der zarten Balance zwischen Frust und Freude, zwischen dem chaotischen Kampf und der strategischen Überlegung mag die wahre Kunst des Spielens verborgen sein. Also, wird „Adventure of Samsara“ zum Brennpunkt der Diskussion über Spielmechanik, Narration und die Eigenheiten des Gamings? So scheint es – und vielleicht, nur vielleicht, sind wir genau da, wo wir sein sollten.
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