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Eiskalte Samurai und lodernde Yokai: Ein tieferer Blick auf Nioh 3
Wenn man sich in die frostige Berglandschaft von Nioh 3 begibt, scheint die kalte Luft selbst die Geister des Krieges zu ersticken. Koei Tecmo Games‘ neuestes Werk, Teil der düsteren Samurai-Action-RPG-Reihe von Team Ninja, verspricht in den schneebedeckten Ebenen eine packende Auseinandersetzung zwischen Mensch und Monster. Bei meinem ersten Besuch auf der Tokyo Game Show 2025 durfte ich ein wenig in die glühend verletzliche Seele dieses digitalen Universums eintauchen – und ich kann sagen: Es wird garantiert schmerzhaft.
In der Demo hatte ich die Gelegenheit, das Herzstück des Spiels zu erleben: ein weitläufiges, schneebedecktes Gebiet, in dem das Erkunden und Kämpfen Hand in Hand gehen. An einer strategisch platzierten Schreine, die als Hubs fungieren, beginnt die Reise. Es ist dieser Moment des Ankommens, der in Nioh 3 eine magische Brücke zu den abenteuerlichen Entdeckungen schlägt. Ich kniete nieder, um das erste Licht des Schutzgeistes freizusetzen, und begann mit der Jagd nach Schätzen, die wie vergrabenes Geheimnis im Schnee lauerten.
Die Welt ist ein gefährlicher Ort, gepflastert mit gefrorenen Kammern, dunklen Wänden und den verlorenen Kodama-Geistern. All das wird durch die erfrischende neue Sprungmechanik ergänzt, die das Territorium vertikal öffnet und mir ermöglicht, von felsigen Klippen zu schwebenden Inseln zu springen – eine Einladung an den Erforscher in mir, ungestüm voranzuschreiten und bei jedem neuen Sprung die Konstrukte des Todes zu umarmen.
Ein Katalysator in dieser Erfahrung ist die Rückkehr des allseits beliebten Kampfstils, der entweder Samurai oder Ninja ist – ein Konzept, das nicht nur die Art und Weise, wie Kämpfe ausgetragen werden, revolutioniert, sondern auch die gesamte Strategie des Spiels verändert. Mit einem simplen Druck auf R2 wechselt man zwischen diesen beiden Stilen, als wäre es ein Verkleidungsspiel im Feindeslager. Der Samurai, stark und stoisch, katapultiert sich geradezu zurück in die Tradition der Krieger, während der Ninja in einem Wirbel aus Geschicklichkeit und Tempo agiert.
„Mach den Ki-Puls rechtzeitig, oder du bist erledigt“, raten mir die unhörbaren Stimmen des früheren Spiels. Es ist eine mechanische Dissonanz, die den Spieler herausfordert, die Biomechanik des Körpers, das Pulsieren des Lebens in jeder Attacke zu spüren. Dies war bei der Samurai-Klasse spürbar, bei der der Fokus auf Timing entscheidend für den Erfolg war. Ich fand mich wieder in einem Tanz aus Angriff und Verteidigung, in dem der perfekte Block nicht nur mein Ki (störrische Ausdauer) wiederherstellt, sondern mich auch über die Zeit hinweg belohnt, während ich die Herzen der Yokai auf den Boden der Tatsachen zurückhole.
Aber während ich die Mechaniken erlernte, hing eine drohende Gefahr über dem gesamten Kampfsystem: der Ninja-Stil. Mit der Möglichkeit, Feinde von hinten anzugreifen, und der Fähigkeit, blitzschnell zu fliehen, rekreiert er den klassischen Bildschirm des Schurken – eine verlockende Abwechslung für Spieler, die sich im Strudel der Gefechte am liebsten heimlich und hinterhältig bewegen.
Das entscheidende Element dieser Dualität ist der sogenannte Style Shift. Diese Funktion gibt mir die Flexibilität, meinen Kampf anschaulich zu gestalten, egal ob es darum geht, einem gnadenlosen Boss wie Takeda Shingen entgegenzutreten oder einfach die Leere zwischen den feindlichen Schlägen zu füllen. Letzterer greift in der Zuschauerrolle zu brutalen, unvermeidbaren Attacken, die mich mehr als einmal zu Boden flohen ließen. „Muss ich wirklich erlegen sein, um zu wissen, wie er schlägt?“, fragt meine innere Stimme, während ich mich wieder ins Getümmel stürze.
In einer finsteren Wendung besann ich mich auf den Dunst der Dunkelheit, den Shingen um uns herum zerstreute, während er seine Fähigkeiten entfesselte. Der Kampf war bloß ein Gefühl im Zorn, unterbrochen von einem grauenhaften Hunger nach Unsterblichkeit, der in mir wuchs. Wer nun denkt, die vierarmige Erscheinung des Yokai wäre das Monster der Stunde, könnte überrascht sein: die wahrhaften Dämonen, die einen schließlich umstellen, sind die eigenen Zweifeln.
Während ich mich der nachtänzelnden Dunkelheit hingebe, wird mir klar, dass Nioh 3 nicht bloß ein weiteres Action-RPG ist. Es ist ein dichter Nebel aus Erkundung, einem Kampf um Kontrolle in einer Welt, die so unbarmherzig wie verführerisch ist. Die Mechaniken stoßen Spieler in eine Spirale aus stetigem Lernen und erneuten Versuchen, selbst die Gefechte im Angesicht des Unvermeidlichen zu lieben.
Mit Nioh 3 wird der Winter diesen Februar unbestimmte Weiten fesseln. Die Vorfreude und der Schmerz des Kampfes sind nur der Anfang. Im Angesicht eines neuen Yokai-haltigen Drumherum bleibt abzuwarten, wie gut die Spieler im Tugendkreis der Samurai und Ninjutsu überleben werden – mit der frostigen Klinge in der einen und dem brennenden, schattigen Herzen in der anderen Hand.
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