Time Flies erscheint am 31. Juli für PS5 – PS5-Games.NET

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Zeitlos Sterben: Eine Fliegenperspektive auf das Leben in „Time Flies“

Stellen Sie sich vor, Sie sind eine Fliege. Kein überdimensionierter Kämpfer aus einem Actionfilm, sondern eine schlichte, unscheinbare Fliege, die mit einem Zeitlimit von wenigen Sekunden konfrontiert wird. Das ist die Prämisse von „Time Flies“, einem Spiel des Indie-Entwicklers Michael Frei, das ab dem 31. Juli für PlayStation 5 erhältlich sein wird. Doch trotz der spielerischen Einfachheit hinter dem Konzept verbergen sich tiefere philosophische Fragen über die Vergänglichkeit des Lebens — alle gepaart mit einer Portion schrägem Humor.

Die Herausforderung der kurzen Lebensspanne

Die ersten Minuten im Spiel sind geprägt von der Erkenntnis, dass man unter einem fast unüberwindbaren Zeitdruck steht. Für Spieler:innen aus der Schweiz sind dies beispielsweise 83,3 Sekunden, basierend auf der durchschnittlichen Lebenserwartung. In den USA sind es 76,4 Sekunden. Das ist nicht nur ein harter Einstieg, sondern auch ein geschickter Denkansatz der Entwickler, die mit diesen Zahlenspielereien den Druck verstärken und gleichzeitig die Unsicherheit des Daseins unterstreichen. Während man als Fliege durch die Welt schwirrt, wird die Metapher des realen Lebens sichtbar: Wie viel kann man in solch kurzer Zeit tatsächlich erreichen?

„Was steht auf unserer Bucket List, bevor es zu Ende geht?“, fragt Michael Frei in einem Interview. Der Gedanke, der einem in dieser Frage kam, zeigt sich in den Herausforderungen, die die Spieler:innen bewältigen müssen. Und seien wir mal ehrlich: Wer hätte gedacht, dass „Gott finden“ zu den Lebenszielen einer Fliege gehört? Ein bemerkenswert audazter Vorschlag für ein Video-Spiel, das die klassische Ovo-Linse, durch die wir oft auf Spiele blicken, auf den Kopf stellt.

Die Wunder der Fliegeninteraktion

Die Interaktionsmöglichkeiten in „Time Flies“ sind bemerkenswert begrenzt. Frei kündigt an, dass man als Fliege mit nur drei virtuellen Eingabemöglichkeiten agieren kann. Statt eines komplexen Steuerungsschemas findet man sich in einer Welt wieder, in der das Fliegen um das Überleben — und letztlich auch das Finden von Gott — darauf beschränkt ist, paarweise Schaltflächen zu aktivieren. Es ist kein Tutorial oder eine Anleitung nötig; der Spieler wird durch die dreidimensionale Umgebung geleitet, muss aber gleichzeitig die physikalischen Gesetze der Fliegentruppe beachten.

Man kann sich leicht von der simplen Steuerung täuschen lassen, doch das Spiel entfaltet sich in seiner Komplexität erst richtig, wenn man versucht, alle Herausforderungen zu erfüllen und die Zeit optimal zu nutzen. In einer der Sequenzen, die man in Traumszenarien erlebt, muss man von anderen Insekten lernen und die Welt um sich herum auf den Kopf stellen.

Meta-Videospielisierte Fliegensicht

Ein weiterer bemerkenswerter Aspekt ist die Idee eines Mini-Spiels innerhalb von „Time Flies“. Diese Meta-Erfahrung kodiert das Verlangen nach Transzendenz in den Kontext des Strebens nach einem besseren Verständnis des Lebens über den Tellerrand hinaus. Frei erzählt, dass die anfängliche Idee, eine Plattform zu entwickeln, auf der sich die Fliege zwischen Himmel und Hölle bewegt, „mit Problemen behaftet“ war. Und das ist der Schlüssel: Lebenskenntnisse werden in einfaches Gameplay umgesetzt, während tiefere philosophische Fragen aufgeworfen werden.

Die Ungeheuerlichkeit des Alltäglichen, die wir oft aus den Augen verlieren, wird hier durch die Augen einer Fliege sichtbar. Was bleibt uns, wenn wir die Frage stellen, was nach dem Tod kommt? Man kann sich der Herausforderung kaum entziehen. „Time Flies“ ist ein Konzept, das durch die Linse einer Fliege Einblicke in unsere menschlichen Existenz gibt und dazu anregt, über unser eigenes Dasein nachzudenken.

Fazit oder Ausklang?

Man könnte sagen, dass „Time Flies“ mehr bietet als einen einfachen Arcade-Spaß; es bietet eine Einladung zur Reflexion über das Leben selbst. Michael Frei und sein Team scheinen mit diesem Werk den Schalter für unser Denken umgelegt zu haben. Selbst in der Schnelllebigkeit eines Spiels über sterbliche Fliegen steckt viel Überlegung.

Das Spiel wird an einem Sommerabend sicherlich einige Gemüter zum Nachdenken anregen, auch jenseits der klassischen Gamer-Kontexte. In einer Welt, in der das Unsichtbare immer wieder zu hinterfragen ist, vermittelt „Time Flies“ die Botschaft, dass der Weg das Ziel ist — selbst wenn man nur ein paar Sekunden Zeit hat. Welchen Eindruck werden wir hinterlassen, wenn die Fliegenzeit abgelaufen ist?

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