Possessor(en) startet am 11. November auf PS5 – PS5-Games.NET

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Possessor(s): Ein Streifzug durch die Ruinen von Sanzu City

In einer Zeit, in der überdimensionale Dämonen unsere Realität heimsuchen und die Überreste unserer Zivilisation zu einem schäbigen Schatten ihrer selbst werden, finden wir uns in der Rolle von Luca wieder. Kein unerschütterlicher Held, sondern ein normales Mädchen, das sich, gestrandet in den Ruinen ihrer Heimatstadt Sanzu, plötzlich in einem Kampf gegen unvorstellbare Mächte wiederfindet. Das Konzept ist sowohl simpel als auch steil: Wer verletzt wird, kann von einem anderen Körper Besitz ergriffen werden. Hierbei wird das Wesentliche aus dem Horror-Genre aufgegriffen und vermischt mit einem Schuss Selbstironie.

Die Ruinen von Sanzu: Ein trister Spielplatz

Die Stadt Sanzu ist nicht bloß der Schauplatz, sondern ein pulsierendes Wesen, das Luca mit jedem Schritt herausfordert. Überwucherte Straßen und zerbrochene Fassaden erzählen von einer Zeit, als das Leben seinen gewohnten Lauf nahm. Die alte High School und das SanZooQuarium, einst Orte des Lernens und der Freude, haben sich nun in gefährliche, besessene Labyrinthe verwandelt. Es ist ein steiniger Weg von den vertrauten Kindheitserinnerungen hin zu einer Realität, in der jede Ecke, jeder Schatten eine Bedrohung birgt.

Zitierenswert ist der Moment, wenn Luca in einer überfluteten Bibliothek auf die anmutig besessenen Bücher trifft, die bar jeder Scham darauf warten, sich mit ihr zu verweben. “Das war unser Lieblingsbuch!”, murmelt Luca, während sie sich stumm darüber wundert, wie viel Angst diese einst vertrauenswürdigen Seiten nun einflößen.

Aus alltäglichen Gegenständen werden Waffen

Einer der faszinierendsten Aspekte von Possessor(s) ist die Art und Weise, wie Luca im Angesicht der Gefahr improvisieren muss. Mit nichts als ein paar Küchenmessern beginnt sie ihren Kampf – eine Metapher für die Unvollkommenheit und Verletzlichkeit des menschlichen Daseins. Hier wird die Idee von „Die besten Waffen sind die, die du findest“ besonders eindrucksvoll umgesetzt.

Statt endlos vieler Kanonen oder futuristischer Geräte stehen Luca Alltagsgegenstände zur Verfügung: eine E-Gitarre, die sie in einen mächtigen Schockwellen-Generator verwandelt, oder ein Hockeyschläger für schnelle Angriffe. Es ist fast humorvoll zu beobachten, wie sie mit einem Computermaus-Special ihre Gegner in die Luft katapultiert. Während sich die absurdesten Kombinationen entwickeln, entsteht ein verborgener Charme – als würde Luca zeigen, dass wir alle, egal in welch auswegloser Situation wir stecken, auch mit den kleinsten Mitteln Großes erreichen können, wenn wir nur kreativ genug sind.

Kämpfen, um zu überleben

Luca ist nicht allein. Rhem, der ihr überdimensionierter Verbündeter, verleiht ihr die nötigen Fähigkeiten, um sich gegen die Schrecken der gefallenen Stadt zu behaupten. Ihre Dynamik ist eine ungewöhnliche Kombination aus jugendlicher Unschuld und dem Druck, in einem albtraumhaften Szenario überleben zu müssen.

Und da ist die Frage, die sich in den Nebeln der Zerstörung stellt: Wer sind wir wirklich, wenn wir alles verlieren? Dies wird eindringlich, während Luca nach den letzten menschlichen Überlebenden sucht und sich mit der dunklen Seite des Überlebens auseinandersetzt. Die Erinnerungen an ihre alte Welt vermischen sich mit einem neuen Verständnis ihrer selbst und der Realität, in der sie lebt.

„Jeder Kampf bringt mich einen Schritt näher zu mir selbst“, denkt sie, während sie mit einem Hauch von Resignation und doch ungebrochener Entschlossenheit durch die Ruinen schleicht. Das ist vielleicht der tieferliegende Gedanke von Possessor(s): Das Streben nach Stärke inmitten der Schwächung, das Finden des Selbst in der Dunkelheit.

Auf der Suche nach Wahrheit

Das Gameplay wird ergänzt durch eine packende Erzählweise. Alpha zurückhaltend, Beta fröhlich gleichgültig – das Zusammenspiel der Charaktere und deren individuelle Geschichten schaffen eine tiefere Bindung und fördern die Neugier auf die wahren Hintergründe des Geschehens. Wer ist der geheimnisvolle menschliche Überlebende im SanZooQuarium, der möglicherweise einen teuflischen Pakt mit den Dämonen geschlossen hat? Und was geschieht, wenn Luca in ihrer alten Schule auf ihre alte Lehrerin trifft?

Der Erzählstrang fördert eine ambivalente Atmosphäre: der täglich erlebte Prüfstein, das Umfeld, das vertraut und doch verstörend ist. Diese Verbindung zwischen dem Bekannten und dem Beklemmenden schafft einen Raum, in dem wir uns als Spieler gleichermaßen verloren und gefunden fühlen.

Ein offenes Ende

Possessor(s) wird am 11. November 2023 für die PlayStation 5 veröffentlicht. In einer Welt, in der das Böse nicht nur eine äußere Bedrohung darstellt, sondern auch die inneren Zweifel und Ängste symbolisieren kann, ist es befreiend, wenn ein Spiel dennoch durch Spaß, Kreativität und den Charme seiner Charaktere besticht. Man fragt sich – ob wir tatsächlich nur mit Fäusten und Alltagsgegenständen kämpfen können, oder ob der wahre Kampf darin besteht, sich den eigenen Dämonen zu stellen.

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