Honey, ich habe die Kinder geschrumpft 2

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Grounded 2: Die Miniatur-Welt in voller Blüte

Wenn die Welt sich unbemerkt um uns herum verändert, kann eine Rückkehr in die Kindheit genau das sein, was wir brauchen. Mit „Grounded 2“ haucht Obsidian unserer Nostalgie neues Leben ein und lässt uns erneut in die Welt der Kleinen eintauchen – und das auf eine Weise, die das Herz eines jeden Fans von „Honey, I Shrunk the Kids“ höher schlagen lässt.

Vor einigen Jahren, im Jahr 2020, als das Staubkorn der Pandemie die Welt in seinen Bann zog, erschien das erste „Grounded“ durch das Xbox Early Access-Programm. In einer Zeit des sozialen Rückzugs gewannen kooperative Survival-Spiele an Bedeutung. Spieler:innen suchten nach neuen Wegen, um mit Freunden gemeinsam Abenteuer zu erleben, und „Grounded“ bot genau das: eine herausfordernde, aber charmante Erfahrung, in der man Mäuse besiegt, in Pfützen badet und Pilze harvestet – alles aus der Perspektive eines kleinen Wesens.

Ein vertrauter Schlachtfeld

„Grounded 2“ fühlt sich gleichzeitig vertraut und neu an. Obsidian hat eine Welt erschaffen, die uns weit über den Garten hinausführt, in dem wir uns zuvor mit Spinnen und Käfern herumschlagen mussten. Wir erklimmen jetzt große Berge aus Eiscreme, durchqueren mit Bedacht einen Picknicktisch, der von feindlichen Spinnen bevölkert ist. Die Detailverliebtheit ist bemerkenswert, und die ständige Gefahr durch die übergroße Insektenwelt bleibt ein weiterer Nervenkitzel.

Doch trotz der expansiven Welt gibt es Ecken des Gebiets, die uns frustrieren und auf eine Wartebank verweisen – die typische Geschmackstester-Muster, die oft unvermeidlich sind, wenn ein Spiel sich noch in der Entwicklung befindet. Manche Mechaniken fühlen sich fast wie eine Hommage an den ersten Teil an, was einerseits für Komfort sorgt, andererseits auch den Eindruck erweckt, dass nicht alles geändert wurde, was reif dafür wäre. Das Sprichwort „Don’t fix what isn’t broken“ scheint hier durch, ist dieser Einstieg aber nicht auch ein wenig, nun ja, faul?

Der Aufbau als Schlüsselkomponente

Zentral in der „Grounded“-Erfahrung bleibt der Aufbau – der nie endende Kreislauf aus Rohstoffen sammeln, Basen errichten und sich gegen die übermächtigen Kreaturen zur Wehr setzen. Anfänglich bleibt das eigene Zuhause sicher. Aber sobald wir die Grenzen unserer kleinen Macht überschreiten, wird es spannend: Gegner wie Skorpione, die uns und unsere Besitztümer gefährden, zwingen uns zur Immersion in die defensive Kunst der Basisverteidigung. Während ich meine Artillerie aufbaue – Spike-Strips und sogar ein acorn turret – frage ich mich immer wieder, was meine Basis vor den Angriffen der Eichhörnchen und Käfer wirklich schützen kann.

Die schiere Vielfalt an Ressourcen und die Möglichkeiten, neue Ausrüstung herzustellen, belohnt uns für das ständige Nutzen unserer Umgebung. Ein wichtiges Werkzeug in dieser Welt ist die Omin-Tool: eine Art Schweizer Taschenmesser, das in dieser Miniaturwelt nicht nur als Werkzeug dient, sondern uns auch ein Gefühl von Unabhängigkeit und Erkundung verleiht.

Räder und Reittiere – Die neuen Möglichkeiten

Eine der begehrtesten Neuerungen ist das Reiten von Insekten. Während des Spielverlaufs verfolgt man die Spuren eines mysteriösen Charakters, der das Ziel hat, Anten zu Zähmen. Nach Fleißarbeit und dem Aufsetzen für den lang ersehnten Ritt auf einem Soldatename werden die Abenteuer dadurch völlig neu gestaltet. Ein schnelleres Fortbewegen wird zum zentralen Lustpunkt – und das nicht nur, um der Bedrohung durch fiese Spinnen zu entkommen, sondern auch, um die unendlichen Geheimnisse dieser botanikgeschwängerten Miniaturwelt zu erforschen. Die tierischen Begleiter bringen nicht nur Geschwindigkeit, sie ermöglichen uns auch, uns imposanten Gegnern zu stellen und das Überlebensspiel mit einer großartigen, frischen Perspektive zu genießen.

Im Miteinander mit Freunden wird das Erlebnis erst runder. „Grounded 2“ ist nicht nur ein Solospiel; es ist ein kooperatives Abenteuer für bis zu vier Spieler:innen, das viel Raum für Kreativität und strategische Herangehensweise lässt. Die geteilten Erfolgserlebnisse und das gelegentliche versagen sind es wert.

Der Zauber der Kindheit in der digitalen Welt

In den vielen Stunden, die ich in der Welt von „Grounded 2“ verbracht habe, wurde mir bewusst, wie sehnsüchtig wir alle manchmal nach Rückkehr zu einer unbeschwerten Kindheit sind. Die Freude, die mich auf der Suche nach essbaren Pilzen und der Erkundung des Unbekannten begleitete, spiegelt ein Gefühl wider, das wir oft im Erwachsenenleben verlieren.

Obsidian hat uns heute eine Welt geschenkt, die mehr ist als der simple Versuch, ein Spiel zu reproduzieren. Es ist eine Einladung, wieder Kind zu sein, sich in den kleinen Dingen zu verlieren und das große Abenteuer in einer Miniaturwelt zu leben. Das Spiel mag sich noch in der Early Access-Phase befinden, fühlt sich jedoch mehr wie eine voll ausgebaute Erfahrung durchaus an – mit allen Stärken und Schwächen, die das bedeutet.

So wartet „Grounded 2“ auf uns – und bei all den neuen Möglichkeiten, die diese Welt zu bieten hat, könnte jeder Besuch zum aufregenden Ausflug in die eigene Fantasiewelt werden. Das Beste steht uns noch bevor, und die Freuden, die in den kleinen Ecken des Parks und dem Unbekannten liegen, sind nur einen Sprung entfernt. Es bleibt spannend, wie sich die Geschichte von „Grounded 2“ entfalten wird und welche weiteren Geheimnisse entdeckt werden.

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