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Resident Evil Requiem: Neuer Horror im vertrauten Gewand
Auch wenn es mittlerweile vier Jahre seit der Veröffentlichung von Resident Evil VIII: Village vergangen sind, brachte die Ankündigung von Resident Evil Requiem im Juni unerwartete Überraschungen mit sich. Besonders bemerkenswert war die spielbare Demo, die Capcom sowohl auf der Gamescom als auch auf der Tokyo Game Show 2025 präsentierte. Hardcore Gamer hatte die Gelegenheit, die Demo auf der Nintendo Switch 2 auszuprobieren, und was sich da bot, war unerwartet erfrischend.
Die Demo eröffnete mit Grace Ashcroft, die in einem alten Herrenhaus kopfüber auf einer Bahre gefesselt aufwacht, während ihr Blut abgezapft wird. Diese Szenerie mag vertraut erscheinen, doch der ersten Impression folgte rasch eine interessante Entwicklung. Für alle, die sich noch an die schaurigen Anfänge von Resident Evil 7: Biohazard erinnern, wird hier tiefe Nostalgie wach – doch es wartet noch mehr als nur vertraute Gesichter auf die Spieler:innen.
Die Freiheit der Perspektiven
Einen bemerkenswerten Aspekt der Demo stellt die nun umfassend integrierte Möglichkeit dar, zwischen der ersten und dritten Person zu wechseln. Dieser Schritt, der zuvor nur als DLC verfügbar war, macht eine Anpassung der Spielmechaniken wahrscheinlicher. Die Benutzerfreundlichkeit dieses Features sorgte für einen angenehmen Aha-Moment, auch wenn wir die Demo größtenteils aus der ersten Perspektive erlebten.
Gerade bei neuen Titeln ist es erfreulich zu sehen, dass Entwickler:innen beliebte DLC-Features in die vollwertigen Spiele integrieren, anstatt sie weiterhin kostenpflichtig anzubieten.
Die Technik scheint auf der Nintendo Switch 2 ebenfalls weit fortgeschritten zu sein – ganz ohne „Upgrade-Pack“. Während unseres Spielens erlebten wir weitgehend dieselbe Qualität wie bei Resident Evil 7 auf der PlayStation 4, mit minimalem oder gar keinem Verlust von Framerate oder Grafikqualität. Inmitten der schummrigen Atmosphäre gab es sogar den ein oder anderen Jumpscare, der das Herz höherschlagen ließ und unterstreicht, wie gut die RE Engine arbeitet.
Der Schrecken ist zurück
Wie schon im Opening des letzten Titels erlebten wir auch hier eine beängstigende und bedrückende Atmosphäre. Das Herrenhaus, in dem Grace gefangen gehalten wird, ist ebenso geheimnisvoll wie beklemmend. Schon zu Beginn fühlt man sich unwohl – eine klare Anspielung auf das gewohnte Gefühl von Gefahr. Die Demo schwenkte auch frühzeitig zu den gewohnten Rätseln über, was als angenehme Abwechslung von der ansonsten bedrückenden Stille diente.
Obwohl ein gewisser Grad an Schusswechsel nahezu garantiert ist – schließlich ist das Markenzeichen der Resident Evil-Reihe –, blieben wir in der Demo ohne wirkliche Schusswaffen. Stattdessen wurde die Möglichkeit eingeführt, leere Flaschen zu sammeln und sie als Ablenkung zu verwenden. Dies lässt darauf schließen, dass das Sneaken und Meiden von Konfrontationen möglicherweise eine größere Rolle spielen wird als in der Vergangenheit. Diese Mechanik erwies sich zudem als entscheidend, um den ersten Monstergegner zu überlisten – eine blinde, hulking Kreatur, die einst eine Frau gewesen sein könnte und uns gnadenlos jagte.
Obwohl so früh im Spiel ein Verfolger einzuführen frustrierend sein kann, ist es eine erfreuliche Anspielung auf die Rückkehr zum klassischen Horror. Mit der Erhöhung des Actionanteils in Resident Evil 8 geriet der Schrecken etwas in den Hintergrund – eine ändern wir uns nun mit Resident Evil Requiem zurück in die düstere Atmosphäre von einst?
„Resident Evil 8 war viel mehr Action als Horror, was im Vergleich zu den schaurigen Erlebnissen in Resident Evil 7 etwas enttäuschend war.“
Die Grundlagen scheinen vielversprechend – das gesamte Erlebnis wird von einem exzellenten Sounddesign untermalt, das die Spannung mit jedem Schritt und jedem stöhnenden Geräusch des nachfolgenden Monsters anhebt.
Mit gerade einmal sechs Monaten bis zur Veröffentlichung am 27. Februar 2026 bleibt abzuwarten, was die finale Version von Resident Evil Requiem bereithält. Die Vorfreude ist jedoch bereits jetzt greifbar. In einer Welt, die voller unsicherer Wenden und unheimlicher Kreaturen ist, erhoffen sich Fans einen klaren Schritt zurück zu den Wurzeln, die den Horror ausmachten. Bleibt nur zu hoffen, dass die Macher Capcom diesem verlockenden Pfad treu bleiben und uns ein unvergessliches Erlebnis bieten.