Ein neuer Ansatz für JRPGs mit innovativem Kampf, immersivem Storytelling

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VARLET: Ein Neuanfang im Schul-JRPG-Genre

Wenn man an JRPGs denkt, kommen einem wahrscheinlich sofort Titel wie Persona oder Final Fantasy in den Sinn. Die Mischung aus Schulleben, emotionalen Bindungen und strategischem Gameplay hat eine ganze Generation von Zockern geprägt. Innenstadt-Jugendliche mit fantastischen Kräften, die sich gegen übernatürliche Bedrohungen erheben – das hat nun mal seinen Reiz. Mit VARLET betritt ein neuer Spieler die Szene, der den vertrauten Schulalltag und die mystischen Konflikte neu erfinden möchte. Die ersten Eindrücke aus dem ersten Kapitel lassen uns mit einer abenteuerlichen Frage zurück: Kann VARLET das Rad neu erfinden oder wird es zu einer uninspirierten Kopie seiner großen Vorbilder?

Ein introspektiver Einstieg

Kaum hat man den Prolog abgeschlossen, wird man mit einer überraschenden Entscheidung konfrontiert: Ein Quiz. Ja, genau, ein Quiz! Während die meisten RPGs den Spieler einfach ins Geschehen werfen, setzt VARLET gleich zu Beginn auf Interaktivität und Selbstreflexion. Die Antworten, die wir geben, beeinflussen den Hauptcharakter und seine Eigenschaften. Bei unseren sympathischen, altruistischen Aussagen erhält unser Alter Ego beispielsweise einen Boost in der Sympathie-Statistik. Ein cleverer und erfrischender Ansatz.

Dieses Element der Charaktergestaltung zielt darauf ab, dass der Spieler tiefer in die Welt eintaucht. Die moralischen Dilemmata und sozialen Interaktionen, die sich im Spiel entfalten, sind nicht nur bloße Dialogoptionen, sondern haben tatsächlich Einfluss auf die Statistiken und damit auf den Verlauf der Geschichte – und ja, auch auf den Kampf später im Spiel. Sympathie führt beispielsweise zu verstärkter Heilung. Hier könnte man sagen, dass VARLET aus dem klassischen Konzept eines stillen Protagonisten ausbricht und dem Spieler mehr Kontrolle darüber gibt, wie sich der Hauptcharakter entwickelt.

Die Verflechtung von Realität und Virtualität

Betritt man die Welt von VARLET, wird schnell klar, dass wir nicht nur auf dem Schulhof agieren. Die Story spielt in einer zwischen physischen und virtuellen Welten angesiedelten Kulisse. Diese Dualität ist nicht nur ein netter visueller Leckerbissen, sondern trägt auch zum narrativen Gewebe der Geschichte bei. Dungeons sind nicht einfach nur dunkle Verliese, sondern vielschichtige Räume, in denen die Grenzen zwischen den beiden Welten verschwommen sind. Das ist zwar kein revolutionärer Ansatz im JRPG-Genre, fühlt sich aber frisch und spannend an. Man kann fast den Atem der neu geschaffenen Mythologie spüren, während man durch diese komplexen Umgebungen wandert.

Turn-Based Combat: Ein vertrauter aber verfeinerter Ansatz

Der Kampfstil in VARLET ist eine Hommage an die großen JRPGs der Vergangenheit, bringt jedoch frische Dynamiken ins Spiel. Hier wird einem nicht nur ein Sammelsurium an Fähigkeiten geboten; jede Figur hat ihre eigene Rolle, und diese Rollen sind klar definiert. Der Hauptcharakter fungiert als Alleskönner, während die anderen Charaktere spezifische Stärken haben. Sota ist für die Follow-up-Attacken verantwortlich, während Noa die Gegner von den Starken fernhält – ganz klassisch eben.

Ein Highlight ist die Entscheidung, keine Mana-Kosten für die Fähigkeiten einzuführen. Dies schafft eine proaktive und reaktive Kampfmechanik, die den Spieler dazu ermuntert, strategisch zu denken, ohne dass er permanent vom Mana-Konto besorgt sein muss. Während der ersten Kapitel fühlt es sich oft an, als würde man ein komplexes Schachspiel spielen, in dem jeder Zug gut durchdacht sein möchte.

Visualität und Atmosphäre

Natürlich kann man nicht über VARLET sprechen, ohne anzumerken, dass es in puncto grafischer Darstellung nicht den gleichen visuellen Pomp wie seine Vorbilder bietet. Das könnte man als Mangel an „Visueller Pracht“ kritisieren; dennoch sind die Dungeons klar durchdacht und ästhetisch ansprechend. Die Charaktere und Umgebungen sind ansprechend gestaltet, was zu einer immersiven Spielerfahrung beiträgt. Das Spiel weiß, WIE es erzählen will, auch wenn es in den grafischen Details nicht ganz mit anderen Spitzenreitern mithalten kann.

Und so wandert man durch diese Welt, angezogen von der vielschichtigen Handlung und dem Charakteren-Management, das mehr als nur oberflächliches Geschwätz bietet. VARLET zielt darauf ab, nicht nur ein weiteres JRPG zu sein, sondern tatsächlich einen Platz in den Herzen der Spieler zu finden. Man kann die Erwartungshaltung förmlich spüren.

Wenn die Zeit naht und wir endlich in diese neue Geschichte eintauchen dürfen, wird sich zeigen, ob VARLET den Erwartungen gerecht wird. Die Mischung aus Lernerfahrungen und strategischen Kämpfen könnte uns alle zurück ins Klassenzimmer ziehen – und vielleicht ganz nebenbei dazu anregen, über unser eigenes Herz und unsere Entscheidungen im digitalen Raum nachzudenken. Wer weiß? Vielleicht stecken in VARLET mehr Überraschungen, als wir zu hoffen wagten.

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