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Der Multiplayer-Modus bleibt das pulsierende Herzstück der Call of Duty-Erfahrung. Wenn Spieler sich ein neues Spiel zulegen, landet ein Großteil ihrer Zeit in der Regel im Multiplayer. Während der Launch von Call of Duty: Black Ops 6 noch mit positiven Reaktionen bedacht wurde, ist das Sentiment um den Modus in den folgenden Monaten dramatisch abgestürzt. So soll Call of Duty: Black Ops 7 nun die Überreste einsammeln. Treyarch, der Entwickler hinter der beliebten Reihe, gab bekannt, dass Black Ops 6 und 7 parallel entwickelt wurden und dieselben Mechaniken teilen. Jetzt, mit einem frischen Start für Black Ops 7, hat das Team jedoch die Gelegenheit genutzt, um das Kernsystem durch zahlreiche Verbesserungen zu verfeinern.
Ich träume von einem verfeinerten Multiplayer
Auf den ersten Blick ist es schwer, die Unterschiede zwischen Black Ops 6 und 7 zu definieren, wenn man nicht tiefer eintaucht. Beide Spiele teilen sich das Omnimovement, die Perk-Spezialitäten und den Gunsmith, aber was sich in Black Ops 7 verbirgt, könnten die Unterschiede sein, die zu einem ausgeglicheneren und lohnenderen Multiplayer-Erlebnis führen.
Eine der auffälligsten Änderungen betrifft das Omnimovement. Treyarch hat einige bewegungsintensiven Optionen entfernt, um das Spieltempo zu drosseln. Der Tactical Sprint sowie das Zielen während des Rutschens sind nun nicht mehr standardmäßig aktiviert. Stattdessen sind sie zu Perks geworden, die zusammen mit anderen Optionen wie schnellem Nachladen zur Verfügung stehen. Dies könnte den Spielern, die sich von der Schnelligkeit des Omnimovements eingeschüchtert fühlten, den Einstieg erleichtern und gleichzeitig die Vielfalt der Perks erhöhen. Zugleich wird ein simples Wandspringen eingeführt, das als zusätzliches Werkzeug im Repertoire dient.
Auch die Perk-Spezialitäten werden aufgewertet. Die drei Hauptperks aus Black Ops 6 sind zurück, ergänzt durch neue Hybrid-Kompetenzen, die kleinere Boni gewähren. Ein Beispiel: Der Stealth Slayer (2 blaue, 1 rote Perk) ermöglicht es dem Spieler, nach einem Kill vom Minimap unsichtbar zu bleiben. Solche passiven Fähigkeiten sind nicht so mächtig wie das Wählen dreier Perks derselben Farbe, bieten jedoch Spielstil-Varianten, welche die Dynamik im Spiel bereichern können.
Eine futuristische Machtfantasie
Das Setting von Call of Duty: Black Ops II kehrt zurück und damit auch eine Fülle moderner, futuristischer Ausrüstung. Ein zentrales Ziel von Treyarch war es, mit Black Ops 7 eine Fülle neuer Inhalte zu liefern, die klarstellen, dass es sich hier nicht um Call of Duty: Modern Warfare III handelt.
Ein wichtiger Bestandteil dieser Machtfantasie sind die Waffen. Mit insgesamt 30 Waffen, von denen 16 neu in der Call of Duty-Reihe sind, wird eine breite Palette an Spielmöglichkeiten angeboten. Dazu gehören beliebte Modelle wie das Peacekeeper MK1 Gewehr und die M8A1 Marksman Rifle sowie neue Waffen wie das MK78 LMG und die Echo-12 Schrotflinte. Der Gunsmith wird durch eine vereinfachte Sharing-Funktion ergänzt, die es Spielern ermöglicht, ihre Waffenmodifikationen schnell innerhalb der Community zu teilen – ein absoluter Gewinn für alle Waffenliebhaber.
Treyarch hat sich das Ziel gesetzt, auch die kleinsten Aktionen belohnend zu gestalten. Der Waffenprestige kehrt zurück, und Spieler können durch das Leveln ihrer Waffen einzigartige Camouflagen und Anhänger freischalten. Auch das Konzept der Overclocks für Ausrüstung wird vorgestellt, das es ermöglicht, Modifikationen für den Einsatz der Ausrüstung zu erhalten. Das Beispiel des Active Camo Field Upgrade zeigt, dass Spieler die Möglichkeit haben, den Tempo-Modifier für das Cloaking zu verstärken – ein cleverer Ansatz, um das Gameplay abwechslungsreich zu gestalten.
Ein weiteres Highlight sind die Scorestreaks. Treyarch hat bestätigt, dass diese mächtig sein sollen. Bekannte Streaks wie der UAV und das RC-XD sind ebenso zurück wie futuristische Neuheiten wie der Gravemaker – ein Sniper-Gewehr, das durch Wände sehen kann. Zudem kann der Rückgriff auf die beliebte Specialist Wildcard eine interessante Richtung für die Spieler eröffnen: Zusätzliche Perks statt Scorestreaks, was die taktische Auswahl erweitert.
Bedenken bleiben
Während alles, was Treyarch präsentiert hat, auf dem Papier großartig aussieht, bleiben viele Fragen offen. Vor allem die Maps aus Black Ops 6 wurden stark kritisiert. Treyarch hat sich zum Ziel gesetzt, mit 16 neuen 6v6-Maps zu starten, aber man muss abwarten, ob diese den Spieler zufriedenstellen. Die Maps sollen breitere Variationen bieten und klarere Wege zeigen, dennoch bleibt der Verdacht im Raum, dass sie Qualität mit Quantität verwechseln.
Doch auch das Thema Skirmish, Treyarchs Versuch, mit einem neuen großen Spielmodus zu punkten, wirft Fragen auf. Angesichts der historischen mangelnden Unterstützung solcher Modi nach dem Launch und einem Mangel an Community-Engagement fühlt sich Skirmish deplatziert an. Dazu kommt die Ungewissheit über Features wie das Carry Forward-System – Versprechen gibt es, aber klare Details fehlen.
Ein großes Ziel von Treyarch war es, mit Black Ops 7 eine Fülle neuer, futuristischer Inhalte zu liefern, die klarstellen, dass es sich nicht um Call of Duty: Modern Warfare III handelt.
Zu guter Letzt bleibt die Kommunikation seitens des Call of Duty-Teams hinter vielen Erwartungen zurück. Die Community hat Fragen zu wichtigen Themen, doch anstelle von konkreten Antworten bleibt oft nur das Gefühl der Unsicherheit. Call of Duty: Black Ops 7 verspricht alles, könnte aber, ähnlich wie sein Vorgänger, an seinen eigenen hohen Ansprüchen scheitern.
So viel steht fest: Call of Duty: Black Ops 7 präsentiert sich als eine vielversprechende Fortsetzung. Es sind keine bahnbrechenden Neuerungen zu erwarten, aber die Simulation eines verfeinerten Erlebnisses könnte der Schlüssel sein. Während sich die Spannung um die Maps und die Entwicklung des Franchise weiter zusammenbraut, bleibt die Frage, ob das Gezeigte tatsächlich ausreicht, um das alltägliche Spielerlebnis frisch zu halten.
Call of Duty: Black Ops 7 erscheint am 14. November auf PS5, Xbox Series X|S, PC, PS4 und Xbox One. Die vollständige Multiplayer- und Warzone-Offenbarung findet am 30. September bei Call of Duty Next statt. Wer mehr über Call of Duty: Black Ops 7 erfahren möchte, findet weitere Informationen in unserem Bericht über die Kampagne und Zombies sowie in unserem Interview mit Treyarch.