Black Ops 7 – Erfahrungsbericht – PS5-Games.NET

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Call of Duty: Black Ops 7 – Ein Blick in die Zukunft des Franchise

In einer Welt, die immer mehr von Cybertechnologie und futuristischen Kriegsführungsmethoden geprägt ist, wagt Activision mit „Call of Duty: Black Ops 7“ den mutigen Schritt nach vorn: Zum ersten Mal in der Geschichte der Reihe bekommen die Fans zwei Black Ops-Spiele hintereinander. Während der Schock über die Rückkehr in die Zukunft des Jahres 2035 noch nachwirkt, ist die Aufregung ebenso greifbar wie die neusten technischen Spielereien, die in den Multiplayer-Modi und im Zombie-Modus zum Einsatz kommen. Bei einer Vorabversion des Spiels, die während des Events Call of Duty: Next präsentiert wurde, konnte ich selbst die digitale Kugel mehrmals blitzen sehen und wurde dabei von den neuen Möglichkeiten sowohl überrascht als auch fasziniert.

Der zweifellos spannende Aspekt von „Black Ops 7“ ist die direkte Fortsetzung der Erzählung aus „Black Ops 2“. Fans der Serie wissen, dass die Zeitlinie hier nicht nur mit dem Kettenschleifen von Platzierungen jongliert, sondern mit der Komplexität von Krieg und der moralischen Grauzone, in der sich die Schauspieler bewegen, spielt. Das nostalgische Echo vergangener Konflikte trifft auf ein modernes und trotzdem vertrautes Gameplay. „Wir möchten die Spieler nicht nur unterhalten, sondern auch zum Nachdenken anregen“, erklärt Entwickler Treyarch.

Was ich sofort bemerkte, war das überarbeitete „Omnimovement“-System, das eine neuartige Bewegungsfreiheit eröffnet. Das Laufen, Gleiten und Springen in alle Richtungen hat nie besser funktioniert. Wall-Jumps fügen eine zusätzliche Dimension hinzu – ein cleverer Schachzug, um die chaotischen Schusswechsel spannend zu halten. So kann ich auf einmal unerwartet hinter einem Gegner auftauchen, vielleicht auch aus dem nichts, und ihm einen schnellen Headshot verpassen, während ich mich frage, ob ich dafür wirklich einen Credit bei der nächsten Steuererklärung angeben muss.

Aber das bringt uns zum ernsten Punkt: Die Frage nach der Balance im Multiplayer. Wird das omnipräsente Springen die Taktik überflüssig machen? Während ich es genieße, wie sich jeder Sprint als kleines Abenteuer anfühlt, frage ich mich auch, ob das nicht zu einer streckenweise frustrierenden Erfahrung für Spieler werden kann, die eine Hauch von Implizite Taktik bevorzugen. „Es gibt definitives strategisches Potenzial im Wettlauf um die Position“, rechtfertigt ein Entwickler während einer Kaffeepause in einem der rasensportlich gestalteten Räume. Ein umsichtiger Trick, diesen Aspekt nicht gänzlich zu verlieren.

Rein im Multiplayer mit seinen 18 Startkarten bleibt das Spiel jedoch stets ein mechanisches High und Tief. Spieler werden sich mit den klassischen Modi wie Team Deathmatch, Domination und dem neuen „Overload“ auseinandersetzen müssen – einer temporär erfrischenden Herausforderung, die an ein Spiel mit Würfeln erinnert. Zurückkehrende „Kill Confirmed“ und „Search and Destroy“ rufen all das wieder in Erinnerung, was die Franchise einst prägte.

Diese Balance … wie sie es oft bei Call of Duty tut … bleibt jedoch unklar. Der teuflische Subtext des Profitmachens durch besonders energiegeladene Spielelemente, die oft die Unruhen im Gameplay mildern, wird schon bald auf der Lampe stehen. Für die Fangemeinde, die teils enttäuscht über ein als geschliffen empfundenes Gameplay klagt, macht sich jedoch lautstark bemerkbar, dass der Spaß der Suche nach dem perfekten Loadout in der stetig wachsenden Anzahl an neuen Waffen (30 zu „Black Ops 6“) auch für Erfrischung sorgt.

Wieselflink setzt sich „Ol’ Tessie“, das neue „Wonder Vehicle“ des Zombie-Modus, zwischen all dem Chaos durch und bringt einen erwarteten Schwung ins Spiel. Ein Spaß, ein zynischer Spaß – denn wie realistischer das alles auch sein kann, stellt sich die Frage, wann der Humor der Entwickler an der Nahtstelle des realistischen Kriegs und der Zombie-Invasion zum Tragen kommt. Ist es noch ein Spiel, oder laufen wir bereits auf den Scherben einer nervösen Nische?

„Ashes of the Damned“, die neue Zombie-Karte, bietet nicht nur unzählige Möglichkeiten, Feinde und Schrecken zu überlisten, sondern sorgt auch dafür, dass wir bei der Koordination mit unseren Mitspielern sicher aufpassen müssen, nicht selbst ins Schussfeld zu geraten. Der Nebel, der die neuen Gebiete überzieht, erweist sich als vieles – und wenig mehr als als ein Metapher für unvorhersehbaren Stress. Auch der Hardcore „Cursed“-Modus lässt vermuten, dass Treyarch gehörig Wert auf die Rückkehr von purer Nervenkitzel legt.

Und so schließt sich der Kreis: Während die Multiplayer- und Zombie-Modi frischen Wind in bereits Bekanntes bringen, schwebt die Frage über dem Ganzen: Wie sieht die Zukunft für kleine, unbemerkt bleibende In-Game-Ironien und deren Relation zum Geschehen aus? „Overclocking“ von Waffen und Fähigkeiten entwickelt sich zu einem weiteren Ebenen des Wettbewerbs, und es bleibt zu hoffen, dass alles nicht nur optisch dem „Shiny“-Effekt der Ära gedient hat, sondern auch zur Essenz des Spiels zurückkehrt.

Die offene Beta, die am 2. Oktober für Vorbesteller und am 5. Oktober für alle Spieler startet, wird alle Möglichkeiten des Diskurses bringen, mit weniger Anspannung und mehr Puerto-Rico-Luft in den Aderlass. Aber auf eine Frage kann ich jetzt schon eine Antwort geben: Ich kann es kaum erwarten, wieder in die digitale Schlacht zu ziehen und herauszufinden, welche Spielstile und Strategien dieser belebte Titel tatsächlich erlaubt.

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