Arknights Endfield erweitert das Franchise mit Action-RPG-Gameplay

unnamed

Entdecke jetzt die heißesten PS5 Angebote

Auf zu neuen Welten: Arknights Endfield im Test

Wenn ein Spiel eine treue Fangemeinde über viele Jahre hinweg an sich bindet, liegt es nahe, dass die Entwickler die Möglichkeiten der Erweiterung ausloten. Sei es durch neue Inhalte, Events oder sogar komplette Spin-offs. Nach über sechs Jahren erfolgreichem Bestehen des ersten Titels hat Hypergryph den Schritt gewagt, das Arknights-Universum mit Arknights Endfield zu erweitern. Und während die Ode der Spieler zur Originalreihe – einer der beliebtesten Gacha-Titel – noch immer anhält, erobert der neue Titel das Unbekannte und führt uns auf einen fremden Planeten, in eine ferne Zukunft.

Die Entscheidung, von einem Tower-Defense RPG zu einem Action-RPG überzugehen, hätte risikobehafteter nicht sein können. Doch der Mut, neue Wege zu gehen, könnte das Franchise in ungeahnte Höhen führen. Mit einem zweiten Beta-Test und 23 tragenden Charakteren, die bereit sind, die Geschicke ihrer Spieler zu lenken, zeigt Endfield bereits jetzt, dass die Welt hinter der ursprünglichen Machenschaften viel mehr zu bieten hat.

Einfach, aber tiefgehend: Der Kampf in Endfield

Es braucht nicht viel, um die Action von Arknights Endfield zu verstehen. Ein kurzer Druck auf die Angriffstaste hier, das Warten auf die Abkühlzeiten der Spezialfähigkeiten dort – flüssig und ansprechend. Auf den ersten Blick mag die Kampfdynamik simpel erscheinen, doch die Mechaniken dahinter sorgen für einen packenden Adrenalinkick. Der typische „Perfect Dodge“, das Staggern von Gegnern mit Kombos und die Fähigkeit, Angriffe des Feindes zu unterbrechen, geben dem Spieler das Gefühl, nicht nur einfach zu kämpfen, sondern auch strategisch zu agieren.

Das größte Alleinstellungsmerkmal? Im Gegensatz zu vielen Gacha-Spielen, in denen nur ein Charakter aktiv ist, gibt Endfield dem Spieler die Kontrolle über ein ganzes Team von vier Charakteren. Dieser Teil des Kampfsystems öffnet Tür und Tor für taktische Entscheidungen und macht jede Runde zu einer frischen Erfahrung. Die unterschiedlich spielbaren Figuren bringen nicht nur vielfältige Angriffsmechaniken ins Spiel, sondern schaffen auch individuelle Spielerlebnisse, die sich bis zu den Fähigkeiten erstrecken. Diese Differenzierung überrascht und erfreut gleichermassen.

Dennoch bleibt abzuwarten, wie die Herausforderung im weiteren Verlauf des Spiels aussehen wird. Die Beta mit ihrem Level-Cap von 40 stellt gewisse Limitationen dar, um die wirkliche Schwierigkeit und die strategischen Möglichkeiten zu ergründen. Mein Eindruck ist jedoch vielversprechend. Die Kombination aus aggressiven KI-Gegnern und dem معtivierten Level-Up-System war knackig genug, um die Kämpfe spannend zu halten, teils unterbrochen durch die Notwendigkeit, Heilitems zu verwenden.

Ein komplettes Fabriksystem: Ressourcenmanagement der Zukunft

Arknights Endfield bietet weit mehr als nur actionreiche Kämpfe. Das Spiel integriert ein beeindruckendes AIC-Fabrikbausystem, das die oft eintönige Ressourcensuche im Gacha-Genre revolutioniert. Spieler können ihren eigenen Ressourcenpark entwickeln und so das Spiel aus einer ganz neuen Perspektive erfahren. Die Möglichkeit, Arbeitsschritte zu automatisieren und in einem Spiel, das Schwergewichte wie Factorio oder Oxygen Not Included das Wasser reichen könnte, lässt das Herz eines jeden Simulationsliebhabers höher schlagen.

Die sozialen Funktionen, die es ermöglichen, Blueprints mit anderen Spielern zu teilen, bieten darüber hinaus Raum für kreative Verwicklungen und Kooperation. Ein sich selbst ergänzendes Ökosystem, könnte man sagen, was die Spieler dazu ermutigt, innerhalb und außerhalb ihrer eigenen Welt zu interagieren. Ob dies die anfängliche Faszination aufrechterhält, bleibt eine wichtige Frage.

Meisterhaft gestaltete Levels: Erkundung und Entdeckung

Erstaunlich an Endfield ist die vielschichtige Gestaltung der Welt. Während viele neuere Titel in diesem Genre entweder auf ein vollständiges Open-World-Setting setzen oder sich in kleinen, schmalen Levels verlieren, setzt Endfield auf große, zusammenhängende Zonen mit zahlreichen Geheimnissen und Möglichkeiten zur Erkundung. Diese Erkundungsfreude wird dem Spieler durch die Überwindung kleiner Hürden bei der Navigation durch die Levels zuteil, was immer wieder in spannende Entdeckungen mündet.

Ein einprägsamer Moment in der Beta war das Erblicken einer Schatztruhe, bewacht von Feinen in einem verwandten Gelände. Der Kletterakt auf einige Crates entpuppte sich als kluger Schachzug, um nicht nur einen zweiten Schatz, sondern auch ein kleines Gefühl der Errungenschaft zu sammeln. Doch trotz dieser erfrischenden Offenheit gibt es kleinere Wehwehchen: Wegweisende Marker, die beim Story-Missionen den progressiven Fluss stark erdrosseln können, nehmen der Erkundung einen Teil des Reizes.

Charakterdesigns, die begeistern

Ein Spiel lebt und stirbt mit seinen Charakteren – das ist eine unumstößliche Wahrheit im Gacha-Genre. Glücklicherweise hat Hypergryph bei der Grafik und dem Design ihrer Figuren keinen Kompromiss gemacht. Die Vielfalt der Charaktere, von Tiermenschen bis zu mystischen Anklängen, verspricht eine Fülle an Möglichkeiten und Sympathieträgern. Persönlich hat mir das Design von Arclight gut gefallen, der mit Sicherheit viele Herzen erobern dürfte.

Ein Wermutstropfen bleibt jedoch: Die Frauenfiguren offerieren weniger Vielfalt in der Körpergröße und -statur im Vergleich zu den männlichen Vertretern. Ein Umstand, der sich möglicherweise mit mehr weiblichen Charakteren aus dem ursprünglichen Arknights korrigieren lassen könnte.

Die Homogenisierung des Gacha-Genres

Inmitten all der positiven Innovationen darf jedoch eine kritische Betrachtung des Gacha-Mediums nicht fehlen. Ein paar Augenblicke im Spiel erinnern stark an den Einfluss von Mitbewerbern wie Genshin Impact, sowohl in der Benutzeroberfläche als auch in den Spielmechaniken. Es wird deutlich, dass Elemente, die im Gacha-Bereich beinahe zum Standard geworden sind, auch in Endfield einen Platz gefunden haben.

Das betrifft nicht nur die visuelle Differenzierung, sondern auch die Art und Weise, wie das Spiel dem Spieler Informationen bereitstellt. Direktive Dialogbäume und eine dynamische Interaktion mit NPCs sind Funktionen, die wir uns im Laufe der Zeit aneigneten. Mag dieser Einfluss als eine Art Homogenisierung des Genres gelten, bleibt trotzdem der Verdacht: Wird Endfield aus dieser Masse herausstechen können?

Trotz dieser Fragen bleibt Arknights Endfield ein ambitioniertes Projekt mit einer Zukunft, die ungewiss, aber vielversprechend erscheint. Während das Veröffentlichungsdatum noch im Nebel der Zeit verschwindet und von internetbasierten Scherzen über „Whenfield“ flankiert wird, wird der momentane Eindruck durch die Beta nicht nur von Kampfmechaniken und Charakterdesign geprägt. Es ist eine Reise in eine Welt, die das Potenzial hat, die Messlatte im Genre neu zu legen – und die Neugier auf das, was kommen mag, bleibt ungebrochen. Wir darfens behalten.

Entdecke jetzt die neuesten PS5 Spiele auf Amazon