Marvel Tokon: Fighting Souls erbt das Erbe von Marvel vs. Capcom mit Anmut, Stil und bombastischer Action

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Marvel Tokon: Fighting Souls – Ein visueller Kampf der Superhelden

In einer Welt, in der Superhelden nicht nur auf den großen Leinwänden dominieren, sondern auch in unseren Spielkonsolen Überhand nehmen, beginnt das neueste Projekt aus dem Hause Marvel und Arc System Works, die Geschmacksknospen der Gamerschaft zu reizen. Marvel Tokon: Fighting Souls, ein 4v4 Tag-Fighting-Spiel, verspricht nicht nur schlagkräftige Action, sondern auch ein unverwechselbares visuelles Erlebnis, das seine Wurzeln in den Comics hat. Doch ist es genug, um die Herzen der Fans zu erobern und einige davon weg von Marvels filmischem Zirkus zu leiten?

Die Vorfreude auf das Spiel wurde unter den Besuchern der Evo, einer der größten Fighting-Game-Conventions der Welt, deutlich spürbar. Nach nur wenigen Spielminuten war ich bereits in den Bann gezogen; nicht nur von der spielerischen Dynamik, sondern vor allem von der einzigartigen Kunstimplementierung. Von der ersten Berührung des Controllers an strahlte mir ein psychedelisches Feuerwerk aus Farben und Stilen entgegen, das mehr an einem Kunstwerk als an einem traditionellen Kampfspiel erinnerte. „Es ist als würde man in eine Comic-Seite eintauchen, bevor man sie umblättert“, dachte ich mir in einem Moment des Staunens.

Ein visuelles Spektakel

Das Spiel trifft die perfekte Balance zwischen Dynamik und Klarheit. Die einzelnen Arenen wirken lebendig, gefüllt mit kleinen Details und liebevollen Referenzen an die Marvel-Welt. Während ein imposantes Denkmal der goldenen Ära der Superhelden die Szene dominiert, entdecken aufmerksame Spieler Figuren wie Matt Murdock, der gespannt aus einem Fenster heraus zusieht – eine Metapher für das beobachtende Element, das in jedem Kampf präsent ist. Es mag nicht so ausschweifend sein wie ein Actionfilm, aber die Liebe zum Detail wird laut – wie ein leiser, aber eindringlicher Flüsterton und ein klares Zeichen: „Hier steckt Herzblut drin.“

Die größte Stärke ist jedoch der Kampf selbst, der sowohl für Einsteiger als auch für erfahrene Spieler zugänglich ist. Bevor ich mich im Geschehen verlor, erfuhr ich von den Entwicklern: „Wir wollten ein Spiel schaffen, das die Nervosität des Tag-Systems auch für Neulinge greifbar macht.“ Und das ist ihnen gelungen. Angesichts der Vergangenheit vieler Spieler, die sich von Titeln wie Marvel vs. Capcom abschrecken ließen, hat Tokon den Entschluss gefasst, den Spielern kein überladenes Chaos anzubieten. Die Auswahl erfolgt schrittweise, neue Charaktere werden im Laufe eines Matches freigeschaltet – eine interessante Mechanik, die das Tempo des Spiels entschleunigt und gleichzeitig eine explosive Intensität aufbaut.

Der Reiz der Vereinfachung

Ein weiteres bemerkenswertes Merkmal ist die Möglichkeit, mit simplen Kombos, die durch das bloße Drücken einer Taste aktiviert werden, ansehnlichen Schaden anzurichten. Es fühlt sich beinahe an wie ein Spiel für alle – ein Amalgam aus Komplexität und Bequemlichkeit, das sowohl die Anfänger schätzt als auch den erfahrenen Kämpfern Raum zur Selbstentfaltung gibt. Das schnelle Erlernen der Steuerung könnte selbst alte Kämpfer fesseln und sie dazu bringen, sich auf die graziösesten der Superhelden zu konzentrieren, während sie gleichzeitig die Taktiken der Gegner begutachten. Es erfordert kein großes Märchenbuch an Wissen über die Charaktere und deren Fähigkeiten; ein wenig Intuition genügt.

„Das muss doch eine Falle sein!“, dachte ich skeptisch, als ich einem der Entwickler gegenüberstand. Das Versprechen einer barrierefreien Erfahrung könnte schlussendlich auch bedeuten, dass die Tiefe des Spiels leidet. Wäre es nicht frustrierend, wenn die Kernstrategie eines Spiels durch vereinfachte Mechaniken verwässert wird? Es könnte zu einer Stagnation führen, bei der Fortgeschrittene das Gefühl bekommen, dass ihre jahrelange Erfahrung nicht mehr zählt. Dies könnte besonders dann hinderlich werden, wenn die psychologische Komponente des Kampfes ins Spiel kommt: Wer hat das Momentum, und wie wird es im Verlauf eines Matches genutzt? Dies bleibt abzuwarten.

Ein vielversprechender Auftakt

„Marvel? Das ist doch nicht nur das, was wir im Kino sehen“, murmelte ich in mich hinein, während ich mich wieder ins Geschehen stürzte. Die Creators von Arc System Works scheinen genau das erkannt zu haben. Die Fähigkeit, die Essenz eines Comics in ein Gameplay-Erlebnis zu übersetzen, wo jeder Schlag, jeder Combo-Panel und jeder Skill eine Szene aus einem Comicstrip evoziert, ist nichts weniger als beeindruckend. „Wir sprechen hier nicht über die Filme, sondern über die Comics“, wird mir immer wieder versichert. Es ist eine klare Botschaft, die darauf abzielt, den Fans der Comics und den Liebhabern des Großen und Ganzen gerecht zu werden.

Mit diesen Hinweisen auf das Spiel, und der überzeugenden Umsetzungen, die ich bis jetzt erleben durfte, könnte Marvel Tokon: Fighting Souls das sein, was die fighting-Game-Community benötigt – eine aufmerksame Beziehung zu einem engagierten Publikum, das den Charme der Geschichten und Figuren zu schätzen weiß. Die ersten Schritte wurden getan, und während sich die Welt des Gamings weiter entfaltet, bleibt die Frage: Wird dieses visuelle Wunderwerk den Erwartungen der Hardcore-Fans gerecht? Nur die Zeit wird es zeigen, aber die Vorfreude wächst tagtäglich.

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