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Die Zukunft von EVO: Ein umstrittener Kauf und die Reaktionen der Community
Es war ein Tag wie jeder andere, als die Nachricht über die Übernahme von RTS – der aufstrebenden Gaming-Talentagentur und Veranstalter des Evolution Championship Series (EVO) – durch das saudische Mega-Projekt Qiddiya die Runde machte. Doch für die Fighting-Game-Community war dieser Tag alles andere als gewöhnlich. Die Lippen der Fans waren verkniffen, und die sozialen Medien explodierten, als die Realität der neuen Besitzverhältnisse in den Köpfen der Gamer einsickerte.
„Excited to share that Qiddiya has acquired full ownership of RTS.“ So begann ein LinkedIn-Post von Muhannad Aldawood, dem Chief Strategy Officer von Qiddiya. Mit diesen Worten sollte ein neues Kapitel im Esport aufgeschlagen werden – eines, das für viele jedoch wie ein Kapitel aus einem Horrorbuch klingt. „Vor allem wird es Qiddiya ermöglichen, das Wachstum der EVO, des weltweit größten Fighting-Game-Events, weiter anzufeuern.“ Während Aldawood in seiner Euphorie dem grenzenlosen Potenzial der Akquisition huldigte, schallte die Skepsis durch alle Ecken der Community.
Es ist schwer, die Enttäuschung nicht zu spüren, wenn man über die Reaktionen nachdenkt. Ein Blick in die sozialen Medien genügt, um zu sehen, wie tief die Besorgnis über die neuen Besitzer sitzt. Menschenrechte, LGBTQ+-Rechte und die Unterstützung von grassroots-Events wurden in den Kommentaren genannt – Punkte, die in einem großen Teil der Gaming-Szene und insbesondere im Fighting-Game-Bereich von grundlegender Bedeutung sind. Street Fighter 6-Profi ChrisCCH, der sich schon zuvor geweigert hatte, an einem von Saudi-Arabien unterstützten Esport-Event teilzunehmen, brachte es klar auf den Punkt: „Unsichere Zeiten für viele in der Community.“
Und als wäre das nicht genug, meldete sich auch Sajam zu Wort. Der als Kommentator und Content Creator bekannte Größte innerhalb der Fighting-Game-Szene äußerte die Befürchtung, dass die Unterstützungsstrukturen, die das Herzstück der Fighting-Game-Community bilden, schwinden könnten. „Die Teile, die Fighting-Game-Fans gehören, werden immer weniger“, bemerkte er mit einem Hauch von Melancholie.
Der Widerstand gegen die Übernahme war nicht nur eine einzelne Stimme in der Menge. In der schillernden, bunten Welt des Esports haben viele das Gefühl, dass EVO, für viele der Gipfel ihrer Wettbewerbsambitionen, ohne die tief verwurzelten Gemeinschaftswerte, die es einst ausmachten, nicht mehr das Gleiche sein könnte. Alternative Events wie CEO sind bereits im Aufwind, und Social-Media-Nutzer drehen den Spieß um und feiern diese „Alternativen“ mit einem Augenzwinkern. „CEO wird zum echten EVO“, schloss ein Kommentator mit einem Hauch von Sarkasmus und Optimismus zugleich.
Rick Thiher, der General Manager von EVO, meldete sich ebenfalls zu Wort: „Alles, was ich in Fighting Games gemacht habe, hatte das Ziel, unsere Communities zusammenzubringen.“ Ein mutiger Versuch, das Band der Inklusivität und den Geist des Zusammenhalts zu bewahren. Doch wie viel Einfluss diese Worte in einer zunehmend kommerzialisierten Landschaft haben werden, bleibt abzuwarten.
Die Fragen, die sich jetzt stellen, sind übergreifend und verzweigt: Werden sich Spieler tatsächlich von EVO abwenden? Und was passiert, wenn die Empörung im Netz keinen realen Wandel bewirken kann? Es ist leicht, auf Twitter seine Unzufriedenheit zu äußern, doch die eigentlichen Taten könnten sich als weit schwerer wiegend erweisen als die schneidenden Worte.
Eine ungewisse Zukunft blickt auf die Fighting-Game-Szene – ein Tanz der Identitätskrisen, bei dem Glaube und Wunschdenken auf das Comeback der Spielkultur treffen. Wie werden die nächsten Schritte der Community aussehen? Die Antwort darauf könnte sowohl schockierend als auch aufreibend sein.
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