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Das Herz des Spiels: Musik in Skateboarding-Spielen
Wenn ich an Skateboarding-Spiele denke, fällt mir zuerst die Musik ein. Erinnerungen an die unverwechselbaren Drumbeats von Josh Freese in „Euro-Barge“ von The Vandals während meines ersten Ritts in „Tony Hawk’s Pro Skater 1“ kommen hoch. Oder die schwindelerregende Herausforderung, meine Stimme so hoch zu bringen wie der Sänger von 3 Inches of Blood in „Deadly Sinners“, als ich zum ersten Mal „Tony Hawk’s Underground 2“ zockte. Und wie oft habe ich Jack Whites unverwechselbare Spielweise in „Girl, You Have No Faith in Medicine“ nachgeahmt, nachdem ich es im ikonischen Spiel „Skate“ gehört hatte? Musik ist das Herzstück dieser Spiele, und sie vermittelt das Lebensgefühl der Skate-Kultur.
Die neu aufgelegten „Tony Hawk’s Pro Skater 1+2“ und „3+4“ haben dies verstanden und bieten eine gelungene Mischung aus klassischen und modernen Klängen, die nicht nur nostalgische Gefühle wecken, sondern auch den Blick in die Zukunft eröffnet. EA hat nun den nächsten Schritt angekündigt: das Comeback von „Skate“. Eine Rückkehr, die mit über 100 Songs auf der In-Game-Soundtrack-Liste aufwartet und damit das musikalische Erbe der Skate-Kultur ehren möchte.
In einer Pressemitteilung kündigte EA an, dass die Songs von aufstrebenden Künstlern wie Denzel Curry und Turnstile bis zu legendären Acts wie MF Doom und Earth, Wind & Fire reichen werden. „Skate wird über 100 Songs haben, mit Hits von neuen Talenten und tiefen Schnitten, die den Spielern helfen, neue Musik zu entdecken, während sie durch San Vansterdam skaten“, heißt es dort. Die Aussicht auf eine frische, dynamische Soundkulisse, die mit den szenischen Veränderungen in der Spielumgebung mithält, ist vielversprechend. Dennoch stellt sich die Frage: Was bedeutet das für die Entwicklung einer zeitgemäßen Skate-Erfahrung?
Musiklizenzierungen sind ein leidiges Thema in der Spielentwicklung. Der Verlust ganzer Spiele aus digitalen Stores aufgrund von Lizenzproblemen zeigt, wie anfällig die Verbindung zwischen Musik und Spiele ist. Indem EA die Musikrotation regelmäßig anpasst, kann das Unternehmen die Kontrolle über die Inhalte verbessern und einfach einen Song aus der Rotation entfernen, wenn die Lizenz abläuft. Dies könnte nicht nur den rechtlichen Schwierigkeiten entgegenwirken, sondern auch eine authentische Reflektion der Skate-Kultur bieten. Wenn ich an meine eigene Jugend in Skateparks zurückdenke, erinnere ich mich an die seltsame, jedoch faszinierende Mischung von Klängen, die aus den kleinen, batteriebetriebenen Lautsprechern der Skater kamen. Die mühsame Jagd nach neuer Musik war Teil des Prozesses und ein wichtiger Bestandteil des Geschichtenerzählens in der Skate-Community.
Für die neue „Skate“-Ausgabe werden bisher Künstler wie Little Simz und Skeggs genannt, aber die vollständige Liste der Bands bleibt abzuwarten. Für einen Soundtrack mit 100 Songs ist das erst der Anfang, und es gibt unendlich viel Platz für spannende Entdeckungen. Es bleibt zu hoffen, dass EA es vermeidet, bereits überstrapazierte Titel wie Lupe Fiascos „Kick, Push“ zu verwenden – das ist schon lange durchgenudelt. Wenn eine ruhigere Melodie gewünscht ist, sollte man sich eher an Songs wie „Plastic Skateboard“ von Brave Baby halten, die perfekt für die nächtlichen Sessions auf dem Asphalt mit Freunden geeignet sind.
Mit dieser neuen Herangehensweise an die musikalische Gestaltung wird klar, dass „Skate“ nicht nur ein Spiel über das Fahren auf Brettern ist; es ist eine Plattform für kulturelle Entfaltung und künstlerischen Austausch. Die Skate-Kultur war schon immer ein Schmelztiegel verschiedenster Einflüsse, und die Musikauswahl in der kommenden Version könnte entscheidend für die Nachhaltigkeit dieser Kultur innerhalb des Spiels sein. Fragen über die Klangkulisse und deren Einfluss auf das Spielerlebnis bleiben jedenfalls spannend und offen.
Willkommen in der neuen Welt des Skateboardings – die mit jedem Beat und jedem Slide, den du machst, weiter kreiert wird. Es ist diese Symbiose von Musik und Bewegung, die das Skateboarding so unverwechselbar und zeitlos macht. Und so bleibt nur zu hoffen, dass wir all die neuen Klänge bald in der virtuellen Skate-Welt von San Vansterdam hören werden.
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