Das ist schlecht: Du musst für zwei Clans in Vampire: The Masquerade – Bloodlines 2 bezahlen.

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Vampirische Verführung oder Abzocke? Ein Blick auf die Clans von "Vampire: The Masquerade – Bloodlines 2"

Der düstere Asphalt blinkt im Schein der Neonlichter, während ich in einer schummerigen Gasse in Seattle stehe, umgeben von Schatten und Geheimnissen. „Vampire: The Masquerade – Bloodlines 2“, der lang erwartete Nachfolger des Kultrollenspiels, hat endlich ein Veröffentlichungsdatum: der 21. Oktober 2025. Doch die begleitenden Neuigkeiten werfen einen schattigen Schleier über die Vorfreude. Um in die Haut der Lasombra oder Toreador zu schlüpfen, müssen Spieler*innen tief in die Tasche greifen. Ein add-on Paket für 18,69 Pfund, 21,99 Euro oder Dollar – ein hoher Preis für das Recht, sich einer der verführerischsten und manipulativen Vampire anzuschließen.

Clans als Klassen: Ein essenzieller Teil des Spiels

Die Clans in „Bloodlines 2“ sind weit mehr als einfache Charakterklassen; sie formen die Identität und das Spielgefühl der Charaktere. Sie sind wie die Wahl zwischen einem eleganten Dinner mit einer auserlesenen Weinbegleitung und einem plakativen Fast-Food-Burger – beides sättigt, aber nur eines bleibt im Gedächtnis. Wer also mit Lasombra und Torres eine Geschichte voller Intrigen und Verführung erleben möchte, dem bleiben die Möglichkeiten verwehrt, es sei denn, man zahlt für den Zugang.

Die Standard-Clans – Brujah, Tremere, Banu Haqim und Ventrue – scheinen wie die Hausmannskost der Vampire. Während die Brujah ihre Wurzeln in Brawler-Kultur haben und einen soliden, mittleren Schwierigkeitsgrad repräsentieren, sind die Ventrue diejenigen, die das Spiel durch ihre Manipulationsfähigkeiten begünstigen. Wo bleibt da die kreative Freiheit? Wo liegt der Reiz, wenn die Elite unter den Blutsaugern nur über ein kostenpflichtiges Fenster zugänglich ist?

Die Besonderheiten der Lasombra und Toreador

Die Lasombra sind als Meister der Schatten bekannt, die in die dunklen Ecken der Gesellschaft eindringen und diese geschickte Hand über Religion und Machtlenkung ausüben. Die Toreador hingegen verzaubern ihre Umgebung mit charismatischer Anziehungskraft, ihre Vorliebe für Kunst und Schönheit macht sie zu verlockenden Persönlichkeiten in der vampirischen Gesellschaft. Man kann sich leicht vorstellen, dass das Spiel mit diesen Clans eine ganz andere Atmosphäre schafft – das Singen im Diner ist nicht dasselbe wie ein Konzert in einer geheimen, eleganten Bar.

Doch trotz dieser faszinierenden Beschreibungen bleibt eine Frage im Raum: Ist es gerechtfertigt, für das Eintauchen in die komplexen Geschichten dieser Clans zu zahlen? Klingt es nicht ein wenig nach Geldmacherei, wenn man bedenkt, wie viele Jahre die „Vampire: The Masquerade“-Marke bereits die Herzen der Rollenspieler*innen schlägt?

Fortschritt oder Rückschritt?

Inmitten dieser Diskussion um die monetären Aspekte wurde auch die Entwicklung des Spiels intensiv besprochen. Nach ersten Eindrücken aus einer Vorschau-Session stellt sich die Frage, ob die lange Wartezeit für mehr als nur actiongeladene Kämpfe ausgelegt ist. Die Entwickler scheinen sich in ihrem Bestreben, das Spiel endlich auf die Bildschirme zu bringen, auf schnelle, adrenalinegeladenen Action konzentriert zu haben, als auf tiefgründiges Rollenspiel. Aber passiert hier etwas Wesentliches – etwa ein Identitätsverlust?

Schließlich vermittelte das Gameplay durchaus ein Gefühl von Geschwindigkeit und Wucht, was den Spielen ein gewisses „Wow“-Gefühl verlieh. Doch wo sind die fesselnden Geschichten, die moralischen Dilemmata und die tiefgründigen Charakterentwicklungen? Nach Stunden voller „Töte, was du siehst“ und „Bewege dich schnell!“ blieben viele Fragen unbeantwortet zurück.

Der verzweifelte Gedanke, im Schatten von Neonlichtern und Straßenmusikern zur Erlösung zu gelangen, wird von der erdrückenden Gewissheit gedämpft, dass die Essenz der „Vampire: The Masquerade“-Welt möglicherweise im Schatten der Monetarisierung verloren geht.

Und während ich durch die Straßen von Seattle laufe, die Gassen voller Geheimnisse und unentdeckter Geschichten, bleibt eines unklar: Wie wird sich der Zugang zu den Clans auf die gesamte Erfahrung auswirken, wenn das eigentliche Abenteuer beginnt? Am 21. Oktober könnte sich zeigen, ob wir in die Schatten eintauchen oder hinter dem Licht zurückbleiben. Die Entscheidung, ob sich der gangbare Weg lohnt, muss jeder Spielerin selbst treffen.

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