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Auf den Spuren der Riesen: Ein Blick auf „The Order of Giants“
In einer Welt, die oft nach den größten Häppchen verlangt, ist das neue DLC „The Order of Giants“ für „Indiana Jones and The Great Circle“ kaum mehr als ein Snack für zwischendurch. Gerade einmal vier bis fünf Stunden Spielzeit sind für manche vielleicht als „bisschen kurz“ abgetan, doch in der grandiosen Vielfalt der Abenteuer, die der Haupttitel bietet, fühlt sich dieser Zusatz wie ein kleines, charmantes Intermezzo an.
Stellen Sie sich vor, Sie schlüpfen in die lederne Jacke und den ikonischen Hut von Indiana Jones. Das Quietschen der Stiefel auf dem staubigen Boden des antiken Rom mischt sich mit dem entfernten Echo der Geschichte, während man unter den prunkvollen Ruinen der Ewigen Stadt geisterhafte Rätsel entschlüsselt. Es gibt kaum etwas Vergleichbares, als die verschiedenen Facetten Erdogans Mythos zu erkunden – von den labyrinthartigen Katakomben bis hin zu den geheimnisvollen Abwasserkanälen der Cloaca Maxima. Hier steckt der Geist des Abenteuers tief in jeder Ecke.
Ein kleiner Rückschritt in die Geheimnisse des Nephilim
Doch ganz ehrlich, nach dem gelungenen Hauptspiel ist es fast etwas enttäuschend, dass „The Order of Giants“ sich mehr wie eine strukturierte Exkursion anfühlt. Vielleicht lag es an meinen hohen Erwartungen, gewachsen durch die weitläufigen Erkundungsmöglichkeiten von Sukhothai oder den Pyramiden in Giza. Hier wird die Spielwelt klar eingegrenzt; manchmal fühlt es sich fast linear an. Wäre es zu viel verlangt gewesen, die weitläufigen, detailverliebten Umgebungen des Basis-Spiels in einem ähnlichen Ausmaß zu erleben?
Die Geschichte selbst ist von fesselndem Material durchzogen. Die Nephilim, ein Abkömmling von gefallenen Engeln, werden thematisiert und verbinden die Fäden zwischen Legende und Realität. Wie der junge Priester Father Ricci verzweifelt nach einem verloren gegangenen Relikt zu suchen, so suchen auch wir nach den Schlüsseln zu unserem nächsten Abenteuer. Wer könnte da widerstehen, Indys Neugier zu befriedigen, während wir uns durch die Schattengänge des alten Rom schlagen?
Rätsel mit Biss und ein wenig Fett
Die Puzzles in „The Order of Giants“ sind ein echtes Highlight. Sie sind klug konstruiert, lößen die grauen Zellen sanft an und erfordern scharfe Augen und einen scharfen Verstand. Wir finden uns oft in Räumen wieder, die nicht nur unsere Kombinationsgabe, sondern auch unsere Begeisterung für die erzählte Geschichte herausfordern. Eine Mischung aus Geschicklichkeit und Scharfsinn sorgt dafür, dass selbst das Ausrichten von Plattformen zu einem nervenaufreibenden und doch befriedigenden Erlebnis wird.
Und dann gibt es die Kämpfe. Indys unverwechselbare Pranke und sein charakteristischer Peitschenwurf kommen zum Einsatz, um die Gesellen der faschistischen Blackshirts zu entblößen. Diese Konfrontationen sind angenehm, verleihen dem Erlebnis Dynamik und Tempo, bringen aber auch eine verzweigte Einschränkung mit sich. Die Schlachtfelder sind klein und wirken oft nicht im Gleichgewicht mit der aufziehenden Atmosphäre der Umgebung – der große Moment der Konfrontation wird zugunsten kürzerer, präziserer Kämpfe geopfert.
Die Erzählung: Ein Hauch von Melancholie
Es gibt eine gewisse Melancholie, die sich in die Narrative des Spiels schleicht. Jeder Hinweis auf die Nephilim und ihre Rolle in der römischen Geschichte ist faszinierend, doch fühlt es sich wie eine kleine Anhängung an, eine Art „Beilage“ zur Hauptstory. Ich kann mir vorstellen, dass Neueinsteiger die zusätzliche Exkursion weit mehr genießen können als die eingefleischten Abenteurer, die bereits den großen Kreis geschlossen haben. Die kleinen Interludes machen Spaß, aber sie scheinen nicht das Gewicht zu haben, dass man sich wünschen würde.
Wir finden uns also in eines dieser typischen Abenteuergeschichten wieder, ohne eine zwar ausgiebige, aber dafür weitaus kürzere Dimension. „The Order of Giants“ schwebt irgendwo zwischen dem idealen Expansionsteam und einer nostalgischen Rückschau auf die Geschichten und Legenden, die uns in den Bann gezogen haben. Auch wenn der Maßstab nicht derselbe ist, bleibt die Faszination für die Geheimnisse, die die Nephilim umgeben, ungebrochen – ein kleiner Schatten in einem großen Raum.
Während der Soundtrack, der unweigerlich im Gedächtnis bleibt, wunderbar dazu beiträgt, die Atmosphäre einer Expedition zu schaffen, bleibt die Frage: Wo führt uns das nächste Kapitel hin? Wird es wieder mehr sein als nur ein kurzer Seitensprung, wird es gewaltige neue Welten eröffnen oder bleibt es beim Verborgenen, Einmaligen? In der Welt von Indiana Jones ist nichts wirklich sicher, außer vielleicht die Gewissheit, dass das nächste Abenteuer schon an die Tür klopft.
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